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Sky Work: Medienmitteilung sorgt für Verwirrung
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«Positive Bilanz im ersten Drittel des Jahres»: So lautete der Titel der Pressemitteilung, welche die Berner Fluggesellschaft Sky Work vergangene Woche verschickt hatte. Nun muss Sky-Work-Chef Tomislav Lang zurückbuchstabieren: Offenbar wurde in diesem Zeitraum ein Defizit eingefahren.
Ein zweistelliges Defizit?
«Der Sonntag» hat nachgerechnet und kommt auf ein Minus von über 10 Millionen Franken. Die Zeitung stützt sich auf nicht näher bezeichnete Branchenkenner: Bei einer durchschnittlichen Flugzeit von 1,5 Stunden sei mit 4500 Franken Kosten zu rechnen. Somit müsse Sky Work für das erste Jahresdrittel für knapp 17 Millionen Franken Flugkosten aufkommen – und das bei geschätzten 6,75 Millionen Franken Einnahmen durch Ticketverkäufe.
Diese Rechnung sei in der Tat «nicht völlig verkehrt», lässt sich Tomislav Lang im Artikel zitieren. Allerdings könne nicht von einem zweistelligen Defizit die Rede sein, da der durchschnittliche Ticketpreis höher liege als die 150 Franken, auf die der «Sonntag» seine Rechnung basiert.
Kein Wort von Gewinn im Text
Während der Titel der Medienmitteilung von einem Gewinn ausgeht, der nicht vorhanden ist, spricht der Text im späteren Verlauf eine andere Sprache. Von schwarzen Zahlen ist nicht die Rede: «2013 streben wir ein ausgeglichenes Resultat an. Wenn uns die Bernerinnen und Berner weiterhin so treu sind und der Flughafen attraktive Rahmenbedingungen bereithält, können wir das ehrgeizige Ziel erreichen», lautet hier das Zitat von Sky-Work-CEO Lang.
Dieser war am Sonntag für ein Stellungnahme nicht erreichbar. Es darf aber vermutet werden, dass sich der optimistische Titel der Medienmitteilung auf die wachsenden Passagierzahlen bezogen hatte, die Sky Work heuer ab Bern verzeichnet – und nicht auf eine positive Bilanz im Sinne einer Erfolgsrechnung. «Von Januar bis April 2012 sind 45‘054 Fluggäste mit SkyWork Airlines gereist, fast viermal mehr als in der gleichen Zeitperiode des letzten Jahres», heisst es in der Mitteilung.
Wie hoch die Auslastung der Maschinen ist, geht aus dem Communiqué indes nicht hervor. «Der Sonntag» kommt auf durchschnittlich 18 Personen in den Dash-Maschinen mit 72 und den Dornier-Flugzeugen mit 31 Passagierplätzen.
(hjo/pd)
Erstellt: 13.05.2012, 12:33 Uhr
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