Bern

Restaurant Sonne in Rüfenacht abgebrannt

Von Simona Benovici. Aktualisiert am 07.02.2012

Der Traditionsgasthof Sonne in Rüfenacht wurde am späten Montagnachmittag ein Raub der Flammen. Die Brandursache ist noch unklar.

1/33 Der Tag nach dem Brand in Rüfenacht: Die ausgebrannte «Sonne» gleicht einem Eispalast
Bild: Markus Siegrist

   

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Grossalarm am Montagnachmittag: Kurz vor 16.30 Uhr bricht im Restaurant Sonne beim «Sonnekreisel» in Rüfenacht ein Brand aus. Die drei Personen, die sich in der Gaststube befinden, können sich selbstständig ins Freie retten. Als die ersten Einsatzkräfte aus Worb eintreffen, befindet sich das Gebäude bereits in Vollbrand. Die Feuerwehrmänner können das Vieh, welches sich im angebauten Ökonomieteil befindet, noch rechtzeitig ins Freie bringen. Restaurant und Stall werden aber ein Raub der Flammen. Und das, obwohl nebst der Feuerwehr Worb auch Einsatzkräfte aus Allmendingen-Muri-Gümligen und die Berufsfeuerwehr Bern versuchen, den Flammen Herr zu werden.

Noch Stunden nach dem Brandausbruch lodert das Feuer durch die völlig verkohlten Balken des Dachstocks und erhellt den nächtlichen Himmel über Rüfenacht. Der Schein der Flammen ist weit herum sichtbar, ebenso die gigantische Rauchsäule. Der beissende Geruch ist bis nach Muri wahrnehmbar.

Rund drei Stunden nach Brandausbruch kann die Kantonspolizei trotz andauernder Löscharbeiten vor Ort eine erste Stellungnahme abgeben: Bis am frühen Abend sind keine Personen als verletzt oder vermisst gemeldet, wie Polizeisprecher Michael Fichter sagt. Sechs Personen mussten aber durch die Sanitätspolizei auf Rauchgasvergiftung kontrolliert werden. Die Brandursache ist Gegenstand der eingeleiteten Ermittlungen durch das Dezernat Brände und Explosionen der Kantonspolizei Bern.

Gefrorene Brandschutzkleidung

Besonders erschwert wurden die Löscharbeiten durch die eisigen Temperaturen. Das eingesetzte Löschwasser gefror innert Minuten – nicht nur am Boden, sondern auch auf der Schutzkleidung der Feuerwehrmänner.

Weil der Brandort direkt an der Hauptstrasse lag, musste die Kantonspolizei die Worbstrasse komplett sperren. Ebenfalls abgeriegelt wurde das angrenzende Quartier. Dies führte zu grösseren Verkehrsbehinderungen. Auch der Verkehr auf der Bernmobil-Linie 6 wurde zwischen Rüfenacht und Worb vorübergehend eingestellt, da das Trassee des blauen Bähnli ebenfalls unmittelbar am Restaurant vorbeiführt. Die Tramzüge verkehrten nur bis zur Haltestelle Scheyenholz, respektive ab Worb nach Langenloh. (Der Bund)

Erstellt: 06.02.2012, 17:46 Uhr

Bern

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