Bern
Gemeinderat beantragt zusätzliche Finanzspritze für KKThun
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Die Infrastruktur stimmt, doch ist sie für viele Nutzer zu teuer. Der neue Lachensaal ist noch zu wenig belebt. Der Thuner Gemeinderat will nun mit einer zusätzlichen Finanzspritze erreichen, dass die Betreiber des neuen KKThun erfolgreich in die Zukunft gehen können und die Zahl der Veranstaltungen steigt. Er legt dafür dem Stadtparlament am 10. Mai einen Kredit von 608'000 Franken vor, wie er am Dienstag mitteilte.
Dieses Geld stellt einen Nachkredit zu dem vom Parlament im Jahr 2009 genehmigten Beitrag von 2,7 Millionen Franken an die neue, private Betreiberin des KKThun dar. Sie soll damit für die Jahre 2011 bis 2015 über 3,3 statt 2,7 Millionen Franken verfügen.
Der Nachkredit teilt sich wie folgt auf: Für 300'000 Franken will die Thuner Stadtregierung erstens bestimmte Veranstaltungen direkt finanziell unterstützen. Es hat sich nämlich gezeigt, dass die Mietzinsen das verrechnete Leistungspaket respektive die Kosten der komplexeren Infrastruktur und Technik und weitere Aufwendungen nicht decken.
Zweitens will der Gemeinderat für eine neue Konzertreihe unter dem Namen «All about music» im neuen Lachensaal eine Defizitgarantie von 160'000 Franken gewähren und drittens die direkte Unterstützung für die KKThun AG in den Jahren 2011 bis 2013 um total 148'000 Franken aufstocken.
Jetzt Vollkostenrechnung
Die KKThun AG habe das erste Betriebsjahr mit einem Gewinn abgeschlossen, schreibt die Stadtregierung. Er beträgt 42'000 Franken. Und die neue Infrastruktur komme an, wie etwa die «äusserst erfolgreiche» Durchführung der Schweizerischen Künstlerbörse am vorletzten Wochenende gezeigt habe.
Wenn nun die Stadtregierung trotzdem mit diesem Kreditantrag komme, gehe das nicht nur auf die erneuerte und komplexere Infrastruktur im KKThun zurück.
Vielmehr würden die Kosten nach der Bildung der KKThun AG heute erstmals nach einer Vollkostenrechnung erfasst. Früher - als noch die Stadt den damaligen Schadausaal direkt betrieb - habe jeweils eine jährliche Unterdeckung von 1,3 Millionen Franken bestanden.
(dam/sda)
Erstellt: 24.04.2012, 11:08 Uhr
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