Bern

BKW hält an Mühleberg fest

Aktualisiert am 14.08.2012 102 Kommentare

Das Bundesverwaltungsgericht hat im März den Betrieb des AKW auf Ende 2013 befristet. Die Betreiber haben nun auf den Entscheid reagiert und ein Verlängerungsgesuch eingereicht.

Anwohner wollen, dass das Kraftwerk geschlossen wird: Das AKW Mühleberg.

Anwohner wollen, dass das Kraftwerk geschlossen wird: Das AKW Mühleberg.
Bild: Keystone

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Die Bernische Kraftwerke AG (BKW) hat beim zuständigen Departement vorsorglich ein Verlängerungsgesuch und ein Instandhaltungskonzept für den Langzeitbetrieb des AKW Mühleberg eingereicht. Die BKW reagiert damit auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von Anfang März. Das vom Bundesverwaltungsgericht (BVGer) geforderte Instandhaltungskonzept enthalte die bereits bestehenden und beim Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) eingereichten Analysen und Nachrüstkonzepte, teilte die BKW mit.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte im vergangenen März eine Beschwerde von Anwohnerinnen und Anwohnern gegen die zeitlich unbeschränkte Betriebsbewilligung für das AKW gutgeheissen und den Betrieb aus Sicherheitsgründen auf Ende Juni 2013 befristet.

Beschwerde von BKW und Bund

Gegen diesen Entscheid haben die BKW und das Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) von Bundesrätin Doris Leuthard beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht.

Mit dem Verlängerungsgesuch will die BKW erreichen, dass der Weiterbetrieb des AKW Mühleberg auch dann sichergestellt ist, wenn das Bundesgericht das Urteil des BVGer nicht aufheben sollte. Ende Juli entschied das BVGer, dass das Uvek das Gesuch um Entzug der Betriebsbewilligung für das AKW Mühleberg inhaltlich prüfen muss, welches Anwohner des Berner Kraftwerks nach der Fukushima- Katastrophe 2011 gestellt hatten.

170 Millionen Franken für Nachrüstung

Für die Nachrüstung von Mühleberg rechnet die BKW mit Kosten von rund 170 Millionen Franken. Diese Kosten kommen zu den jährlichen Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionen von zirka 20 Millionen Franken hinzu.

Das von der BKW beim Uvek eingereichte Instandhaltungskonzept betrifft fünf Bereiche, so etwa den rissbehafteten Kernmantel, eine von der Aare unabhängige Kühlwasserversorgung und ein alternatives Brennelementbecken-Kühlsystem. (kpn/sda)

Erstellt: 14.08.2012, 08:13 Uhr

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102 Kommentare

Simon Künzli

14.08.2012, 08:21 Uhr
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Die Schweiz braucht keine AKWs. Österreich und Italien machen es seit mehreren Jahrzehnten vor. Und es handelt sich bei diesen Ländern ja wohl nicht um Drittweltländer ohne Industrie etc. Gerade Österreich hat in den letzten Jahren eine der grössten Wachstumsraten innerhalb von Europa verzeichnet.
Also weg mit diesen AKWs in der Schweiz - es funktioniert auch ohne.
Antworten


Ruedi Jauslin

14.08.2012, 10:36 Uhr
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Zu vielen Einträgen hier im Forum: Die Bürgerlichen glauben ja nicht an die Klimaveränderung und nennen sie "CO2-Lüge". Aber sie setzten das "CO2-frei" natürlich gerne ein, wenn es darum geht, die AKWs schönzureden. Mit solchen Leuten wie den stockkonservativen und im Kern fortschrittsfeindlichen AKW-Festklammerern wäre einst nicht mal die Dampfmaschine erfunden worden. Antworten



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