Bern
Auch Uvek zieht Mühleberg-Urteil weiter
Aktualisiert am 21.03.2012 2 Kommentare
Bildstrecke
Dossiers
Artikel zum Thema
- BKW: «Vorzeitige Abschaltung bleibt eine Option»
- Mühleberg: BKW will spätestens 2022 den Stecker ziehen
- Die BKW hält «Schmerzgrenze» geheim
- Bern tritt «Mühleberg Ver-Fahren» bei
- «BKW spielt auf Zeit»
- «Ich glaube nicht, dass Mühleberg das schafft»
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Nach der Betreiberin BKW zieht auch das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Aufhebung der Befristung der Betriebsbewilligung für das AKW Mühleberg ans Bundesgericht weiter.
Das Urteil werfe verschiedene Fragen zur Verfahrensstellung sowie zu den Zuständigkeiten und Aufgaben der beteiligten Behörden auf, teilte das Uvek am Mittwochabend mit. Die baldige und definitive Beantwortung dieser Fragen liege im Interesse der Schweizer Energiepolitik und der Öffentlichkeit.
Das Uvek erwartet vom Bundesgericht vor allem Klärung bei der Abgrenzung der Aufgaben zwischen der Aufsichtsbehörde ENSI und sich selber als Bewilligungsbehörde. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts stelle die bisherige Auffassung des Uvek in Frage, wonach die Aufsichtsbehörde und die Bewilligungsbehörde ihre Aufgaben unabhängig voneinander wahrnehmen müssen.
Uvek müsste neue Abteilung einrichten
Das ENSI sei 2009 aus der allgemeinen Bundesverwaltung ausgegliedert worden. Seither sei es als öffentlich-rechtliche Anstalt dem Bundesrat direkt unterstellt. Damit habe das Parlament einer wesentlichen Forderung der internationalen Atomenergieagentur IAEA entsprochen, ruft das Uvek in Erinnerung.
Das vom Bundesverwaltungsgericht aufgezeigte Vorgehen führt nach Ansicht des Uvek zu einer erneuten Vermischung der beiden Aufgaben der beiden Stellen, indem sich das Uvek auch zu sicherheitstechnischen Aspekten eine eigenständige Meinung bilden müsste. Dies führe dazu, dass das Uvek eine Sicherheitsabteilung mit umfangreichen Fachkompetenzen aufbauen müsste.
Die Klärung der Fragen zu Verfahrensstellung, Zuständigkeiten und Aufgaben durch das Bundesgericht liege sowohl im Interesse der betroffenen Bundesstellen, der Kernkraftwerkbetreiber als auch der Öffentlichkeit, ist das Uvek überzeugt.
Auch BKW will Klarheit
Auch der bernische Energiekonzern BKW zieht den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts ans Bundesgericht weiter. Mit dem Gang nach Lausanne wolle man die Rechtssicherheit erlangen, die für einen Entscheid über die Investitionen in Mühleberg nötig seien, hatte die BKW ihren Entscheid letzte Woche begründet.
Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts werfe «grundsätzliche Fragen» auf, die durch das Bundesgericht geklärt werden müssten, hiess es weiter. Das Bundesverwaltungsgericht hatte dem AKW Mühleberg die unbefristete Betriebsbewilligung entzogen und ein Instandhaltungskonzept bis Sommer 2013 gefordert.
Die Arbeiten an diesem Konzept seien schon länger im Gang, rief die BKW vor einer Woche in Erinnerung. Das Konzept soll im Sommer 2012 dem ENSI unterbreitet werden. Aufgrund des jüngsten Urteils werde das Konzept parallel auch dem Uvek eingereicht, schreibt die BKW.
Bewilligung widerrufen
Das Bundesverwaltungsgericht hatte in seinem am 7. März bekannt gewordenen Urteil die Beschwerde von Anwohnern des AKW in den Hauptpunkten gutgeheissen. Die Anwohner hatten sich dagegen gewehrt, dass das Uvek der BKW 2009 für Mühleberg eine unbefristete Betriebsbewilligung ausgestellt hatte.
Das Uvek war davon ausgegangen, dass die Sicherheit durch die Aufsicht des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats gewährleistet sei. Die Richter in Bern haben dem nun widersprochen. (bs/sda)
Erstellt: 21.03.2012, 18:43 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
2 Kommentare
Liebe BKW: Think global, act local!
Habt Ihr Technokraten noch nicht begriffen:
- Energiewende ist angesagt
- Lokale kleinräumige Versorgung
- Resilienz der Orte aufbauen
- Sparsamer Umgang mit den Ressourcen - also auch mit der Natur
Dies bringen wir mit Umdenken und Umorganisieren, sicherlich nicht mit Windparks und Solarzellen zustande.
Antworten
Ein schöner Salat?? Jetzt entscheiden doch Richter ob ein AKW noch sicher ist oder nicht. Das gibt den Betreiben Zeit um weiter Geld zu scheffeln bei der unvorstellbaren Gefahr eines GAU im AKW Mühleberg bei einem Hochwasser, Flugzeugabsturz oder Kühlwasser Problems.weiter Basteln und Experimentieren wie vor kurzem bei der ungewollten Schnellabschaltung wegen Kommunikationsproblemen, wo leben wir? Antworten
Bern
Flugpreise vergleichen
Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.
Online-Wettbewerb
Wir feiern - Sie profitieren. Einen Tag lang freie Fahrt ab CHF 25.- mit Bahn, Bus und Schiff im gesamten BLS-Gebiet.
Abopreise vergleichen
Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.


Bitte warten




























