AKW Mühleberg: Schnellabschaltung wegen Panne
Von Simon Thönen. Aktualisiert am 09.02.2012 12 Kommentare
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Am Mittwoch um 13.45 Uhr fiel das sogenannte Speisewassersystem im AKW Mühleberg aus, welches Wasser in den Reaktor pumpt. Der Ausfall führte zu einer automatischen Schnellabschaltung des Atomkraftwerks. «Der Reaktor befindet sich in einem sicheren Zustand», teilte die Betreiberin BKW mit, «es wurde keine Radioaktivität freigesetzt.» Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) teilte mit: «Die Sicherheit der Bevölkerung war zu jeder Zeit gewährleistet.»
Laut BKW-Sprecher Antonio Sommavilla hatte man Messungen am Speisewassersystem durchführen wollen. Das Messgerät sei aber am falschen Strang des Systems angeschlossen worden. Dies habe zum Ausfall des Systems und in der Folge zur Schnellabschaltung geführt. «Es war ein Missgeschick der Techniker, welche die Messungen durchführten», sagte er auf Anfrage und betonte: «Die Technik reagierte richtig.»
«Schnellabschaltung ist Stress»
Für Jürg Aerni von der Organisation Fokus Anti-Atom zeigt der Vorfall hingegen «einmal mehr, dass eine schlechte Koordination innerhalb der Reaktormannschaft zu einem Störfall führen kann». Es gibt kaum ein Jahr, in dem nicht eine Schnellabschaltung in einem der fünf schweizerischen AKW passiert. «Aber jede Schnellabschaltung ist ein Stress für die Anlage», betonte AKW-Gegner Aerni auf Anfrage.
Die letzten Schnellabschaltungen in Mühleberg erfolgten laut der Website des Ensi 2009 und 2008. Das Speisewassersystem war auch 2009 der Auslöser. Damals konnte, ebenfalls bei einem Test, eine Pumpe nicht rechtzeitig umgeschaltet werden. Ein Jahr zuvor waren Probleme mit Steuerstäben, mit welchen der Reaktor gesteuert wird, der Auslöser einer Abschaltung. Auch dies im Rahmen von Tests.
Das Ensi erteilte am Mittwochabend der BKW die Erlaubnis, den Reaktor wieder hochzufahren. (Der Bund)
Erstellt: 08.02.2012, 16:28 Uhr
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Genau so ereignen sich schwere Unfälle. Eine Verkettung unglückliche Umstände kann immer zu schreckliche Ereignisse führen. Dabei spielt meistens menschliche Versagen eine grosse Rolle. Dass unsere Atomingenieure diese Tatsache noch nicht begriffen haben grenzt an Hochmut. Anderseits muss die Politik aufhören an einem grenzenlosen Wachstum zu glauben. Die Ressourcen sind begrenzt! Antworten
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