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AKW Mühleberg: Ensi bestätigt BKW-Stichprobe

Von Simon Thönen. Aktualisiert am 01.09.2012 3 Kommentare

Der Reaktordruckbehälter von Mühleberg weise keine Risse auf, bestätigt die Atomaufsicht Ensi. AKW-Gegner fordern Transparenz über die Stichprobe der BKW.

Keine Risse im Reaktordruckbehälter – gemäss den Stichproben: Das AKW Mühleberg.

Keine Risse im Reaktordruckbehälter – gemäss den Stichproben: Das AKW Mühleberg.
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In Belgien ist das AKW Doel 3 noch bis mindestens Ende November abgeschaltet, weil der Reaktordruckbehälter auf Risse untersucht wird. In Mühleberg wurde der Druckbehälter, der vom selben Hersteller stammt, innerhalb von wenigen Tagen untersucht. Die BKW begnügte sich mit einer «repräsentativen» Stichprobe: Untersucht wurde ein halber Meter des Behälterumfangs von 12,7 Metern. Die BKW fand dabei keine Risse.

AKW-Gegner fordern Transparenz

Diesen Befund bestätigte das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) gestern Abend auf seiner Internetseite: In Doel seien die Risse über den ganzen Umfang verteilt. Deshalb könnten ähnliche Schäden mit der Ultraschall-Stichprobe ermittelt werden. Die Messung der BKW habe «keine relevanten Anzeigen» ergeben. Dies habe ein unabhängiger Prüfexperte bestätigt.

«Ich bin erstaunt, dass die Untersuchung so rasch erledigt wurde», sagt auf Anfrage der Anwalt der AKW-Gegner, Rainer Weibel. Er fordert Ensi und BKW auf, offenzulegen, mit welchen Geräten und Methoden sie die Probe durchgeführt haben. «Nötigenfalls werden wir im Verfahren vor Bundesgericht Transparenz über die Prüfmethoden fordern – und eventuell eine integrale Untersuchung des Behälters wie in Belgien.» (Der Bund)

Erstellt: 01.09.2012, 09:57 Uhr

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3 Kommentare

Monique Saulnier

01.09.2012, 13:01 Uhr
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Es kann nicht sein, dass erstens nur "Stichproben" gemacht werden und wir zweitens über das Resultat der Untersuchungen nicht genau informiert werden. Es geht uns alle was an. Wir alle müssen mit der Unsicherheit oder Sicherheit eines AKW leben und die Konsequenzen mittragen. Auch die, welche keins wollen. Aber wenn 's um Geld geht, heisst es wohl "nach mir die Sintflut". Antworten


Toni Diwan

01.09.2012, 12:01 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

Solange in den Statements der BKW und der ENSI schwammige Umschreibungen wie "Die Messung der BKW habe «keine relevanten Anzeigen» ergeben." enthalten sind ist mein Vertrauen nicht gegeben.
"Keine relevanten Anzeigen" heisst für mich nichts anderes als "wir haben Risse gefunden, halten sie aber nicht für erwähnenswert".
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