Wenn ein Unentschieden nicht wirklich glücklich macht
Von Ruedi Kunz. Aktualisiert am 19.07.2010 2 Kommentare
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Die Thuner konnten nicht fassen, was ihnen in der vierten Minute der Nachspielzeit widerfahren war. Fassungslos starrten sie ins Leere, nachdem ihnen Bienvenu den schon sicher geglaubten Sieg entrissen hatte. Verteidiger Thomas Reinmann sank vor Enttäuschung in die Knie. Am Spielfeldrand kratzte sich Trainer Murat Yakin am Kinn und stapfte dann über den Platz Richtung Kabinentrakt. «20 Sekunden haben uns gefehlt», wusste Nick Proschwitz, der kurz zuvor ausgewechselt worden war. Der Deutsche war in der ersten Halbzeit nicht nur wegen seines Torerfolgs einer der auffälligsten Thuner gewesen. Später bekam er kaum noch brauchbare Bälle und sah sich zumeist mehreren Bernern gegenüber. «Wir haben uns gegen Schluss zu weit zurückdrängen lassen», stellte der von Vaduz gekommene Topskorer (letzte Saison 23 Tore in 29 Spielen) fest. Der Rückzug «ins Réduit» sei eher ungewollt passiert.
Ärger und Freude
Marc Schneider wusste nicht recht, ob er sich nach dem Unentschieden gegen seine letztjährigen Teamkollegen freuen oder ärgern sollte. «Wir sind nach den Auswechslungen von Scarione und Proschwitz zu weit hinten gestanden und haben uns erdrücken lassen», analysierte der Verteidiger. Und weiter: «Wenn man so spät zwei Punkte aus den Händen gibt, ist es immer ärgerlich.» Wenn er aber den ganzen Match betrachte und berücksichtige, dass sie als Liganeulinge gegen YB gespielt hätten, so müsse er mit dem Remis zufrieden sein. Schneider, der unter Vladimir Petkovic nur noch Ergänzungsspieler war, nimmt beim FC Thun eine zentrale Rolle ein. Hier kann der Oberländer wieder das sein, was er am liebsten ist: ein Führungsspieler. Was Schneider bei seinem ersten Match nach der Rückkehr gefallen hatte, war der Auftritt in der ersten Halbzeit. «Da haben wir sehr gut gespielt.» Rachegelüste gegenüber YB hegte der 30-Jährige keine. Im Gegenteil: Bereits vor dem Match hatte er mit Marco Schneuwly vereinbart, nach dem Derby gemeinsam essen zu gehen irgendwo im Raum Thun. Das Vorhaben setzten die beiden Freunde denn auch in die Tat um.
Als die Kräfte schwanden
Murat Yakin ging es nach seinem Trainer-Debüt in der Super League ähnlich wie seinen Spielern. Einerseits imponierte ihm die Laufbereitschaft und das Selbstbewusstsein, welches sein Team nach dem frühen Erfolgserlebnis zeigte. Andererseits war ihm nicht entgangen, dass bei etlichen Spielern die Kräfte schwanden in Umgang zwei. Yakin dachte an Proschwitz und Scarione, die er folgerichtig auswechselte. Weiter kritisierte er die mangelnde Chancenauswertung. In dieser Beziehung bestehe noch etliches an Steigerungspotenzial, meinte der Basler, der sich sehr gefreut hatte auf das Derby gegen YB. (Der Bund)
Erstellt: 19.07.2010, 09:19 Uhr
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2 Kommentare
YB hat wirklich nicht gut gespielt, die Mannschaft hatte aber auch Pech. Das aberkannte Tor von Dudar und das Bienvenu als er solo auf den Thuner Goalie losziehen konnte zu Unrecht wegen Offsides zurückgepfiffen wurde. Zudem hätte sich der Thuner, der in der 5 Minute mit gestrecktem Bein Jemal angeht nicht beklagen können, wenn er eine rote Karte gekriegt hätte. So oder so YB muss besser werden. Antworten
Wenn YB spielt, da kann man zittern bis zum Schluss, zum Goal kommts mit dem letzten Schuss. Dem Aufsteiger mühsam 2 Punkte abgeknöpft, mein YB-Fan Herz schon beim ersten Spiel total erschöpft..... Diese Mannschaft kann doch hoffentlich mehr, nicht,dass jetzt schon Flasche leer...... Antworten
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