Bern

Wasserschaden im Alpinen Museum

Aktualisiert am 10.02.2012

Im Alpinen Museum kam es in der Nacht auf heute Freitag zu einem Wasserleitungsbruch. Ob das Museum wie geplant am 9. März wiedereröffnet werden kann, ist derzeit noch nicht klar.

Befindet sich derzeit im Umbau: Das von einem Wasserleitungsbruch heimgesuchte Alpine Museum.

Befindet sich derzeit im Umbau: Das von einem Wasserleitungsbruch heimgesuchte Alpine Museum.
Bild: Adrian Moser

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Kurz nach drei Uhr sei die Feuerwehr über den Wasserleitungsbruch im Alpinen Museum informiert worden, der im Estrich des dreigeschossigen Gebäudes am Helvetiaplatz lokalisiert wurde. Das Wasser hätten sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits über die Ausstellungsräume mehrerer Geschosse sowie auf die Räume der benachbarten Katechetik ausgebreitet.

Der Schaden werde nach ersten Schätzungen die Grenze von hunderttausend Franken überschreiten, schreibt die Feuerwehr. Kulturgüter und Exponate seien nicht betroffen, da das Alpine Museum derzeit umgebaut wird. Der Termin der Neueröffnung ist auf den 9. März 2012 angesetzt. «Im Moment ist noch nicht abschätzbar, was das Ganze für den Termin der Neueröffnung bedeutet», lässt sich Museumsdirektor Beat Hächler in einer Medienmitteilung zitieren.

Die Ursache des Rohrbruchs dürfte auf die vorherrschenden Minustemperaturen zurückzuführen sein, schreibt die Feuerwehr. Offenbar war der Schlauch der Luftbefeuchtungsanlage vom Frostschaden betroffen.

Serie von Rohrbrüchen

Auch am Donnerstag liess die anhaltende Kälte wiederum Wasserrohre platzen: Beim Bruch einer Hauptwasserleitung in Frauenkappelen ist Sachschaden in unbekannter Höhe entstanden. Die Feuerwehr und die Gemeindebetriebe erstellten eine provisorische Trinkwasserversorgung. Die Unfallursache ist noch unklar.

Kurz vor 17 Uhr am Donnerstagnachmittag wurde die Feuerwehr an die Mittelstrasse 43 in Bern gerufen. Im Estrich des SBB-Bürogebäudes war eine Sprinklerleitung vereist und geborsten, das Wasser bereitete sich in Büros im vierten Stock aus und floss die Treppe hinunter in einen Kellerraum. In mehrstündiger Arbeit wurden die Räume trockengelegt.

Eine «aussergewöhnliche Phase»

Über zwanzig Mal musste die städtische Feuerwehr seit Anfang der Kälteperiode ausrücken, um Räume zu trocknen. Franz Märki, Leiter Kommunikation der Stadtberner Feuerwehr, spricht von einer «aussergewöhnlichen Phase»: «Eine so lange andauernde, extreme Kälteperiode ist selten. Entsprechend oft bersten die Leitungen.»

Die Soforthilfe der Feuerwehr besteht darin, das Wasser mit speziellen Wasserpumpen zu entfernen. Im Informationsgespräch mit den Anwohnern eruiert die Feuerwehr, ob Bedarf für ein Raumentfeuchter besteht, ein sogenanntes Aqua-Ex-Gerät. Die Leitungen flickt der Sanitär.

Mit dem Tauwetter nehmen die Schäden nicht ab

Ein Ende der Kältephase ist nicht in Sicht: Auch nächste Woche bleiben die Temperaturen voraussichtlich unter dem Gefrierpunkt. Wer denkt, mit höheren Temperaturen würde sich auch die Lage für Berns Wasserleitungen entspannen, irrt aber: Wenn das Eis auftaut, werden manche Schäden an Rohren erst sichtbar – das Wasser tritt dann durch bisher unbemerkt gebliebene Risse in schadhaften Rohren aus.

Um Wasserrohre vor Schäden zu schützen, bleibt einzig, die Heizung im Haus temperiert zu halten. «Auch und gerade in Räumen, in denen man sich nicht häufig aufhält – sprich im Keller, dem Estrich und der Mansarde», rät Märki.

(bs/sda)

Erstellt: 10.02.2012, 07:23 Uhr

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