Bern
Diskussion
Waldstadt Bremer ist machbar – auf Papier
Die Initianten der Idee einer Stadterweiterung zwischen Länggasse und Bremgartenwald präsentierten eine Machbarkeitsstudie. Soll die Waldstadt einmal Realität werden, führt der Weg wohl nicht am Bundesgericht vorbei. Mehr...
Von Stefan Sonderegger.
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18 Kommentare
Tatsache ist, dass die Bevölkerung in der Schweiz wächst, das Problem, das dadurch entsteht ist Zersiedlung. Deshalb denke ich, ist es nötig, dass wir statt weitere Landwirtschaftsflächen der Umgebung Bern zu bebauen, das Projekt Waldstadt Bremer umsetzten
Ebenfalls könnte durch den zentralen Standort die Ökobilanz verbessert werden, da weniger Personen von der Stadt wegziehen und pendeln müssen
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Ich bin der gleichen Meinung wie Frau Lehmann. Der Bremer ist zudem in seiner Biodiversität heute schon ziemlich eingeschränkt, da der Wald durch zwei Teile geteilt wird und die Autobahn fährt gerade neben dem Bremer. Die Nachfrage in der Nähe des Stadtzentrums zu leben steigt und das Projekt Waldstadt Bremer macht es möglich.
Was soll diese Waldstad,t ausgerechnet durch Frau Wyss SP gefördert.Die Abfallentsorgungsfirma beim Weyermannsseeli durfte nicht neben der im Bau befindlichen Abfallverbrennungs Anlage der Energie Wasser Bern gebaut werden.Teure Wohnungen erstellen,das geht dann wieder.Dafür werden wir im Westen von Bern die Fahrten der Abfallentsorgungs Firma akzeptieren müssen.Wer das versteht,ich verstehs nicht Antworten
Technisch "machbar" ist jeder Hafenkäse. Politisch und juristisch hat das zum Glück keine Chance. Das ist genauso abstrus wie die Idee, statt des Berner Münsters und der Plattform ein Hochhaus hinzustellen. Reine Profilierungssucht von PolitikerInnen. Antworten
Bei diesem unsinnigen Vorhaben "Waldstadt" handelt es sich um einen Etikettenschwindel sondergleichen. Selbst der (grüne!) Promotor Alec von Graffenried muss einräumen, dass es vielmehr um "Stadt statt Wald" geht. Und dass die Burgergemeinde als Grundeigentümerin statt eines klaren NJET einfach nur zuschaut, empfinde ich als verantwortungslos. Antworten
"Bei der Quartierbevölkerung sind diese Argumente nicht angekommen, lehnt doch der Länggass-Leist das Projekt ab."
Das ist nicht weiter erstaunlich. Bereits heute sind die Mietpreise in der Länggasse hoch - sehr hoch sogar. Und ich bezweifle sehr stark, dass in der Waldstadt preislich erschwingbare Mietwohnungen entstehen. Und für eine weitere Yuppie-Enklave den Wald roden? Nein danke!
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Uni- und Spitalangestellte = Yuppies? Die hohen Mietpreise in der Länggasse sttören mich auch, aber das Verhindern der Waldstadt wird keine einzige Miete senken, eher im Gegenteil.
Ich hoffe, dass der Stimmbürger den Beschiss durchschauen und merken, dass schon der Name "Waldstadt" in keiner Weise die Wahrheit widerspiegelt. Mit Wald hat das ganze gar nichts am Hut. Es soll eine Neue Siedlung entstehen mit ein par Bäumen dazwischen,wie anderorts auch. Dabei hat Bern im Westen genügend Landreserven. Antworten
Wer trotz überall schwindender Ressourcen immer noch vom ewigen Wachstum schwärmt, erzwingt, dass gebaut wird. Auch Zersiedelung ist unausweichlich, wenn "man" wachsen will. Denn auch wenn man sog. "verdichtet" IN der Stadt baut, entzieht das Lebensqualität, es gibt mehr Stadtflucht, mehr Strassen, mehr Verkehr, und zusätzlich überbaut dann die "Erholungsindustrie" das Ackerland...
Aha, dann sollen also noch mehr überteuerte, hässliche Bauten in den Westen kommen? Macht ja nichts, die Menschen die dort Leben, denen kann man auch noch das letzte Fleckchen grün nehmen. Danke, aber das Viererfeldwäre auch noch da und in der Elfenau, Marzili könnte man auch noch Bauen.
Und wieder wird für einige reiche Jupies, ein stück Natur geopfert. Immer mehr grün geht verloren und dann wird das gejammere über die schlechte Luft wieder gross. Hände weg vom Wald, es sind schon zuviele Bäume weg für die KVA und Feuerwehrkaserne. Lasst den Baumbestand den wir noch haben in Ruhe. Baumbestand - Luft + Klimaschutz. Antworten
Der angesprochene Deal mit der wunderbaren Verhundertfachung des Bodenzasters sagt alles aus: Es ist Spekulativer Hafenkäs mit an den Haaren herbeigezogenem ökologischem Mäntelchen. Für sozialen Wohnungsbau, der dem ursprünglichen Arbeiter-Charakter der Länggasse wohl anstünde bleibt nix - wird nix angesprochen.
Fazit: VERSENKEN!!!
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Die Argumentation der Befürworter ist ja so was von hinterlistig: Das Länggassquartier aufwerten? Die Länggasse ist schon jetzt hübsch, oder gibt es wirklich einen Länggässler der umziehen will? Besserer Zugang von der Länggasse in den Wald? Ich kann heute über mehrere Brücken in den Wald. Mit der Waldstadt soll das einfacher werden? Kann ich dann per Rollband in den Wald gefahren werden? Antworten
Ein Hafenkäs der Sondergüte in an Haaren herbeigezogenem ökologischem Mäntelchen. Die wundersam verhundertfachende Geldvermehrung im zweitletzten Abschnitt und deren Verwendung spricht Bände. In Konsequenz wird nix für sozialen Wohnungsbau übrig bleiben; eine Retortensiedlung für gutmenschelnde Agglozombies wird den ursprünglichen Arbeitercharakter der Länggass noch mehr kaputt machen.
ÄÄÄTSCH
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René - da ist mir ein daherspekuliertes Chaos um einiges lieber, weil ehrlicher. Das Bauen mit Mitsprache verteuert alles - aber auch alles
Charly - gegen ein bisschen träumen ist ja wohl nichts einzuwenden - ebenso wenig wie gegen blumige Prosa in Leserbriefen ;-) die Verklärung vergangener Zeiten - welche ja offenbar immer besser waren - bringt uns doch nicht weiter. Der Wandel ist unaufhaltsam und die Frage ist bloss, ob wir ihn aktiv mitgestalten oder lieber abseits stehen, zuschauen und am Schluss meckern.
René Kernen - träum weiter. Ich habe erlebt wie diese Pseudobohèmes die Matte in den 70er/80ern vereinnahmten; sie vereinnahmten wahrscheinlich auch die Länggasse (wenn's denn so ist).
Ich mag sie nicht diese schnittlauchgrünen Füdlibüger an der Speerspitze des politisch korrekten Fortschritts, die hier wohnen werden und die alles rote Gedankengut mit ihrer plüschigen Phraseologie ersoffen
diese "wunderbare Verhundertfachung" nennt sich Mehrwertabschöpfung und ist schon längst im Raumplanungsgesetz vorgesehen - sie wird einfach zu selten angewendet. Der "ursprüngliche Arbeitercharakter der Länggass" ist schon lange nur noch Fassade: erstens gibts keine Arbeiter mehr und zweitens gehören die ehemaligen Arbeiterhäuschen zu den teuersten Wohnungen der Länggasse.
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