Bern
Tschäppäts Niederlage gegen das Polit-Greenhorn
Aktualisiert am 24.10.2011 6 Kommentare
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«Ich bin 30 Jahre in der Politik, habe Ecken und Kanten, habe mich immer wieder exponiert - da hat man es bei Wahlen nicht einfach gegen ein TV-Gesicht ohne politisches Profil», sagte Tschäppät am Montag der Nachrichtenagentur sda.
Zwar habe er weniger Wahlwerbung betrieben als auch schon. «Meine Werbung war vor allem die Arbeit für die Stadt.» Doch als Stadtpräsident sei er eben auch «an allem schuld in Bern».
Gegen Doppelmandat
Ein weiterer Grund für das enttäuschende Ergebnis sei das angestrebte Doppelmandat. Offenbar seien viele Wähler nach wie vor der Meinung, der Stadtpräsident solle nicht auch Nationalrat sein.
Tschäppät gehörte der grossen Kammer von 1991 bis 2003 an. Dann musste er sein Amt niederlegen, weil sich die Partei gegen Doppelmandate aussprach. Vor den Wahlen 2011 kam die SP auf diesen Entscheid zurück - wohl auch, weil die Kantonalpartei einen Sitzverlust befürchtete und daher zugkräftige Kandidaten brauchte.
Eine Hintertür in den Nationalrat bleibt Tschäppät noch offen: Sollte Hans Stöckli am 20. November bei der Stichwahl Ständerat werden, würde er nachrutschen.
Optimistisch für 2012
Doch «Spekulationen» mag Tschäppät nicht kommentieren. Er werde sich nun mit aller Kraft auf die Arbeit als Stadtpräsident konzentrieren, kündigte er an. Für die Gemeindewahlen 2012 zeigte er sich zuversichtlich.
Schliesslich habe sich die SP in Bern an diesem Sonntag auf 30,5 Prozent gesteigert - «auch dank meinen Stimmen». Trotz grüner Verluste deute also alles darauf hin, dass die rotgrüne Mehrheit nächstes Jahr verteidigt werden könne. (gbl/sda)
Erstellt: 24.10.2011, 12:51 Uhr
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6 Kommentare
Ich habe mich sowieso gefragt, was Tschäppat in der nationalen Politik will. Er soll zuerst mal die Stadt Bern in Ordnung bringen. Soziale Brennpunkte und wirtschaftlicher Stillstand. Tschäppät kann sich nicht im nationalen Parlament verstecken. Deshalb hoffe ich auf die Ständeratswahl. Ein klares Zeichen dann, dass Tschäppät in der Stadt zu verbleiben hat. Antworten
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