Bern
Stadtnomaden erhalten für Neubrück grünes Licht
Aktualisiert am 20.12.2012 3 Kommentare
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Es herrschte grosser Widerstand gegen die geplante Wohnwagensiedlung an der Aare. Doch nun ist klar: Die Stadtnomaden dürfen bis Ende 2014 an der Neubrücke bleiben. RegierungsstatthalterChristoph Lerch hat das Baugesuch der Stadtbauten Bern bewilligt, wie er gestern mitteilte. Das obwohl dagegen 98 Einsprachen und 61 Rechtsverwahrungen eingingen. Doch sämtliche Rügen seien«öffentlich-rechtlich unbegründet», so Lerch. Das Bauvorhaben entspreche grundsätzlich den bau- und planungsrechtlichen Vorschriften. Die Bewilligung kann bei der kantonalen Baudirektion angefochten werden.
Die Stadt Bern suchte seit Ende 2008 einen neuen Standort für die Wohnwagensiedlung. Das erwies sich als schwierig, weil immer mehr Land überbaut wurde und deshalb die Optionen schrumpften. Das Grundstück an der Neubrück gehört den Bern. Die Stadt hält den Standort für geeignet, zumal er Wasser- und Abwasseranschlüsse habe. Das halte die Kosten tief. Kritiker in den Nachbargemeinden argwöhnen, Bern lege den Standort absichtlich an den Stadtrand, um selber möglichst wenig Ärger zu haben.
Viele Einsprachepunkte
Laut den Einsprecher enthalte das Baugesuch gleich eine ganze Liste an Mängel: Die Publikation sei mangelhaft, die Zonenkonformität nicht gegeben, ausserdem würden unter anderem das Umweltschutz-, das Energie- und das See- und Flussufergesetz verletzt. Auch eine Beeinträchtigung des Ortsbildes wurde befürchtet. Eine eingehende Prüfung habe ergeben, dass alle Einsprachepunkte unbegründet seien, teilte Lerch nun mit. Sie seien aber - soweit geeignet - als Rechtsverwahrung im Bauentscheid angemerkt worden. Lerchs Ausnahmebewilligung ist «auf Zusehen hin» bis Ende 2014 gültig. Zulässig sind nur leicht entfernbare Bauten.
Langfristig möchte der Berner Gemeinderat eine ordentliche Rechtsgrundlage für das alternative Wohnen schaffen. Das Volk entscheidet voraussichtlich 2013 über eine Zone für Wohnexperimente östlich der Schiessanlage Riedbach. Ein erster Anlauf für eine Alternativ-Wohnzone in Bern war 1996 an der Urne gescheitert. (mer/sda)
Erstellt: 09.05.2012, 16:33 Uhr
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3 Kommentare
Der finanzielle und personelle Aufwand für strukturloser Nomaden mit ihren Hunden aus der ganze Schweiz und Ausland haben das tragbare Mass für den Steuerzahler überschritten.Gemäss Entscheid des Statthalters wird ein Landschafsbild zerstört und ein Ausflugsziel gemieden.Die Anwohner der Neubrückstrasse haben keine Lebensqualität mehr.Êin Glück, der Entscheid kann angefochten werden kann. Antworten
Bern
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