Bern

Stadt Bern skizziert Wege in die AKW-freie Zukunft

Aktualisiert am 26.06.2012

Wärme und Strom in der Stadt Bern sollen im Jahr 2035 mehrheitlich von erneuerbaren Energieträgern stammen. Der Wärmeverbrauch soll zudem um einen Fünftel reduziert und die Zunahme des Stromverbrauchs verringert werden.

2039 sollen 80 des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien stammen. Im bild der Staudamm des Wasserkaftwerks Mühleberg.

2039 sollen 80 des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien stammen. Im bild der Staudamm des Wasserkaftwerks Mühleberg.
Bild: Adrian Msoer

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Wie die Stadt diese Ziele erreichen kann, wird im Richtplan Energie skizziert. Das Dokument wurde am Dienstag den Medien präsentiert und liegt von Anfang Juli bis Ende Oktober zur öffentlichen Mitwirkung auf.

Der Richtplan sei ein strategisches Instrument, um den Umbau der kommunalen Energieversorgung voranzutreiben, machte Sicherheitsdirektor Reto Nause deutlich. Die konkreten Umsetzungsschritte müssen aber noch definiert werden. Der Richtplan sei «ein Wegweiser, kein Kochbuch», heisst es in den Unterlagen.

Vorerst nur für öffentliche Liegenschaften verbindlich

Nach seiner Verabschiedung wird der Richtplan zunächst nur für Besitzer von öffentlichen Liegenschaften verbindlich sein. Für private Hausbesitzer dient er vor allem als Orientierungshilfe. In einer späteren Phase ist es denkbar, dass gewisse Teile des Richtplans ins Baureglement überführt werden.

Auch eine Anpassung des Zonenplans kommt in Frage. Dann würden die Vorgaben auch für private Hausbesitzer verbindlich. Voraussetzung dafür wäre allerdings eine Volksabstimmung.

Die Energieziele für 2035 hat der Gemeinderat im vergangenen Juli festgelegt. So soll die Energieeffizienz gesteigert und der Wärmeverbrauch dadurch um 20 Prozent gegenüber 2008 gesenkt werden. Heizen möchte man dereinst zu 70 Prozent mit erneuerbaren Energieträgern. Heute stehen Öl und Gas im Vordergrund.

80 Prozent erneuerbare Energien

Beim Stromverbrauch sollen erneuerbare Energien einen Anteil von 80 Prozent erreichen. Heute wird mehrheitlich Strom aus Atom- und Wasserkraft bezogen. Die Stadtberner Stimmberechtigten sprachen sich aber im November 2010 dafür aus, dass der städtische Energieversorger ewb spätestens 2039 auf Atomenergie verzichtet.

(gbl/sda)

Erstellt: 26.06.2012, 11:00 Uhr

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