Bern
SkyWork Airlines stösst Schubhebel weiterhin nach vorne
Aktualisiert am 09.05.2012 4 Kommentare
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Die Berner Fluggesellschaft SkyWork Airlines setzt ihre Vorwärtsstrategie trotz des defizitären Betriebs fort. Das hat Geschäftsleiter Tomislav Lang am Mittwoch an einer Medienkonferenz deutlich gemacht. SkyWork beförderte zwischen Januar und April dieses Jahres, also im ersten Jahresdrittel, 45'054 Personen - fast viermal mehr als in der gleichen Vorjahresperiode. Geht es so weiter, übertrifft die Fluggesellschaft das Total des gesamten vergangenen Jahres - rund 88'000 Personen - locker.
Auch die durchschnittliche Auslastung der sieben Flugzeuge stieg im Vergleich zum gesamten Jahr 2011 von 52 auf 60 Prozent, wie Lang am Firmensitz in Belp sagte. SkyWork hat den Personalbestand weiter ausgebaut auf unterdessen 171 Angestellte. Der Sommerflugplan umfasst 25 Destinationen. Im kommenden Winter will SkyWork 18 Städte anfliegen - vier mehr als zwischen Oktober 2011 und März 2012.
Ziel: 2013 schwarze Zahlen...
Lang wiederholte am Mittwoch frühere Aussagen, es sei Ziel des Unternehmens, 2013 in die schwarzen Zahlen zu kommen. Wie hoch der Verlust heute ist, gibt SkyWork nicht bekannt - auch andere Geschäftszahlen nicht. Ein Szenario bei Nichterreichen dieses Ziels hat SkyWork nicht - «weil wir glauben, dass wir keine Exit-Strategie brauchen», so Tomislav Lang. Er stellt aber fest, dass «Berner nach wie vor gewohnt sind, von Zürich oder Basel aus zu fliegen». Um das zu ändern, will SkyWork weiterhin offensiv Werbung betreiben.
SkyWork hat für den kommenden Winter auf speziellen Internetseiten drei ihrer Flugzeuge anderen Gesellschaften zum Leasing angeboten, wie die Zeitung «Der Bund» kürzlich berichtete. Das sei schlicht und einfach vorausschauende Planung, sagte Lang dazu. Falls SkyWork die Maschinen nicht benötigen sollte, könnten sie vermietet werden. Im Winter sei im Fluggeschäft stets weniger los als im Sommer. 35 Angebote habe SkyWork erhalten.
...und dereinst 300'000 Passagiere
Lang berichtete auch von Kaufverhandlungen für ein neues Turboprop-Flugzeug des Typs Dash und dass seine Gesellschaft auch Jetflugzeuge evaluiert. Ziel sei es, wegzukommen vom Image des «Belpmösli». Bern-Belp müsse zum «Bern City Airport» werden - vergleichbar mit dem London City Airport und mit dereinst einmal 300'000 Passagieren pro Jahr.
(rym/sda)
Erstellt: 09.05.2012, 17:17 Uhr
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