Bern
SBB vor dem Cupfinal:«Wir haben gemischte Gefühle»
Von Martin Erdmann. Aktualisiert am 10.05.2012 14 Kommentare
Die heikelsten Momente
An diesen Zeiten wird es am Berner Bahnhof besonders eng werden:
• Um 15 Uhr trifft einer der Extrazüge aus Luzern ein. Der Hauptteil der FCL-Anhänger werden mit diesem anreisen. Die rund 1000 Luzerner Fans werden über die Welle aus dem Bahnhof Richtung Hirschengraben gelenkt. Danach werden die Fans den Tag auf dem Bärenplatz verbringen und vor dem Spiel geschlossen zum Stadion laufen.
•Zwischen 18 und 18.30 Uhr werden zwei Extrazüge aus Basel erwartet: Die rund 2000 Fans sollen via Personenunterführung Haupthalle in Richtung Neuengasse gelenkt werden. Während dieses Zeitraums wird die Personenunterführung ab der Höhe der Abgänge Gleis 1/2 gesperrt, ebenso Teile der Haupthalle. Als Umsteigeachse dienen den Regel-Reisenden die Welle, sowie der nicht abgesperrte Bereich der Personenunterführung. Die Basel-Anhänger werden über die Kornhausbrücke in Richtung Stade de Suisse marschieren.
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Dem Cupfinal ging eine heisse Partie zwischen den beiden Fanlager und der SBB voraus. Schlussendlich sassen die Fans am längeren Hebel: Anstatt, wie von den SBB gewünscht, an die Bahnhöfe Wankdorf (Basler Fans) und Ostermundigen (Luzerner Fans) fahren die Extrazüge nun direkt an den Berner Hauptbahnhof. «Hätten wir dem Ansinnen der Fans nicht entsprochen, wären sie – das wissen wir aus Erfahrung – mit Regelzügen nach Bern gereist», sagt SBB-Mediensprecher Reto Kormann gegenüber DerBund.ch/Newsnet. Das oberste Credo der SBB sei es, die Fans getrennt von den Regel-Reisenden zu transportieren.
Die Ausgangslage am nächsten Mittwoch wird die SBB vor eine grosse Herausforderung stellen. Denn der Nachmittag vor Auffahrt sei ohnehin intensiv. «Allein dies löst bereits ein erhöhtes Passagieraufkommen aus», sagt Kormann. Die SBB setze aber alles daran, einen geregelten Betrieb gewährleisten zu können. Dennoch: «Mit Behinderungen muss gerechnet werden.» So wird der Bahnhof, während des Eintreffens der Extrazüge aus Basel, teilweise abgesperrt (siehe Box). Um Herr der Lage zu bleiben, stellt die SBB ein Grossaufgebot an Kundenbetreuern auf.
Fanarbeit sieht es gelassen
Bei den SBB schaut man mit leichtem Unbehagen dem Cupfinal-Tag entgegen: «Die Gefühle sind aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen mit Fussball-Fantransporten gemischt», sagt Kormann. Ganz anders sehen das die Fan-Verantwortlichen. «Wir sind zuversichtlich, dass wir gut an den FCB-Fans vorbeikommen», sagt Christian Wandeler von der Fanarbeit Luzern. Dass die Fans beider Lager auf den Hauptbahnhof als Ausgangspunkt für ihren anschliessenden Marsch ins Stadion beharrten, ist für ihn verständlich. «Es ist Cup-Tradition, dass die Fans den Finaltag in der Stadt des Austragungsortes verbringen.»
Dass das Geschehen rund um den Cupfinal friedlich verläuft, dafür will Wandeler aber nicht die Hand ins Feuer legen: «Ein Risiko gibt es immer, wenn man mit so einer grossen Masse unterwegs ist.» Daran hätte aber auch Ostermundigen als Ankunftsort nichts geändert. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 09.05.2012, 15:25 Uhr
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14 Kommentare
Sobald es um politische Anliegen geht und man auch nur ein Fünkchen Zoff erwartet, wird man eingekesselt und ins Neufeld verfrachtet, stundenlang festgehalten und gebrandmarkt, möglicherweise wegen Landfriedensbruch angezeigt. Aber ja natürlich, bei Fussballumzügen nehmen ja nur Mauerblümchen und Chorknaben teil... Antworten
Ich finde das absolut eine Zumutung, dass die Fans durch den Bahnhof Bern ziehen dürfen: die Reisenden sind den SBB wohl egal. Warum sagt man ein Spiel nicht ab, wenn sie die Vorgaben nicht einhalten?
Auch dass die Ultras Pyros abschiessen und andere gefährden ist eine Schweinerei. Wir Steuerzahler berappen die Zeche dieser pubertierenden Randalierer!
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