Bern

Reitschule ficht Verfügung an

Von Rahel Bucher. Aktualisiert am 14.05.2012 4 Kommentare

Die Reitschule leitet gegen die Zwangsmassnahmen rechtliche Schritte ein und will enger mit anderen Clubs zusammenspannen. Dies beschloss das Kulturzentrum an der Vollversammlung vom Sonntag.

Die Reitschule ficht die Verfügung an.

Die Reitschule ficht die Verfügung an.
Bild: Franziska Scheidegger

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Strassenparty durch die Stadt

Strassenparty durch die Stadt
Geschätzte 3000 Personen nahmen an einer Strassenparty teil, um gegen die Zwangsmassnahmen, die gegen die Reitschule ausgesprochen wurden, zu demonstrieren.

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An der Vollversammlung der Reitschule vom Sonntag standen die Zwangsmassnahmen des Regierungsstatthalters Christoph Lerch im Fokus der Diskussionen. Dabei wurde das weitere Vorgehen festgelegt. So beschloss die Reitschule, dass sie die verschärfte Betriebsauflage innerhalb der vorgegebenen Frist von 30 Tagen rechtlich anfechten wird, wie die Mediengruppe in einer Mitteilung gestern Abend bekannt gab.

Zudem bekundet die Reitschule, dass sie eine vertiefte Vernetzung mit anderen Berner Clubs, Beizen und Vereinen für ein urbanes Nachtleben anstrebe. Ebenso fordert sie in ihrer Mitteilung alle dazu auf, «sich aktiv für ein Bern mit Freiräumen jenseits der Geranienidylle inklusive Alpenpanorama einzusetzen – bei Tag und Nacht und nicht nur auf dem Vorplatz».

Gegen Ökonomisierung der Städte

Hintergrund dieser Aufforderung ist die Ansicht der Reitschule, dass die Verfügung des Regierungsstatthalters Teil einer gezielten Strategie im Zusammenhang mit «einer Neoliberalisierung des städtischen und kantonalen Gemeinwesens» ist. Städte würden wie Grossbetriebe geführt. Entsprechend müssten sie rentieren und für potente Steuerzahler und Unternehmen attraktiv sein.

«Dabei werden Interessen der Bewohner, die für eine Stadt finanziell nicht interessant sind, untergeordnet», steht in der Mitteilung. Innerhalb dieses Konzepts soll die Reitschule zu einem angepassten und pflegeleichten – normalen – Kultur- und Gastrobetrieb werden. Doch das autonome Kulturzentrum wehrt sich weiterhin gegen diese Politik: «Die Reitschule will kein Teil dieser Politik sein.» (Der Bund)

Erstellt: 14.05.2012, 06:36 Uhr

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4 Kommentare

Thomas Berger

14.05.2012, 12:37 Uhr
Melden 27 Empfehlung 0

Die Grundsatzfrage, die sich stellt: wie viel "Lärm" (egal von welcher Quelle) darf den Bewohnern einer Hauptstadt zugemutet werden? Stand heute haben wir eine Gesetzeslage, welche einer einzigen Anwohnerin, welche im vollen Bewusstsein der örtlichen Begebenheiten eine Liegenschaft direkt über einem Konzertlokal bezieht, Recht gibt. Antworten


juan eliwa

14.05.2012, 10:01 Uhr
Melden 25 Empfehlung 0

ich bin noch nie aufgewacht deswegen. und wohne am eigerplatz.
und wenns doch mal vorkommt, dann schlafe ich 5 sekunden spaeter wieder ein.
verglichen mit anderen staedten ist es hier eine idylle.
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