Bern
Reitschule ficht Verfügung an
Von Rahel Bucher. Aktualisiert am 14.05.2012 4 Kommentare
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An der Vollversammlung der Reitschule vom Sonntag standen die Zwangsmassnahmen des Regierungsstatthalters Christoph Lerch im Fokus der Diskussionen. Dabei wurde das weitere Vorgehen festgelegt. So beschloss die Reitschule, dass sie die verschärfte Betriebsauflage innerhalb der vorgegebenen Frist von 30 Tagen rechtlich anfechten wird, wie die Mediengruppe in einer Mitteilung gestern Abend bekannt gab.
Zudem bekundet die Reitschule, dass sie eine vertiefte Vernetzung mit anderen Berner Clubs, Beizen und Vereinen für ein urbanes Nachtleben anstrebe. Ebenso fordert sie in ihrer Mitteilung alle dazu auf, «sich aktiv für ein Bern mit Freiräumen jenseits der Geranienidylle inklusive Alpenpanorama einzusetzen – bei Tag und Nacht und nicht nur auf dem Vorplatz».
Gegen Ökonomisierung der Städte
Hintergrund dieser Aufforderung ist die Ansicht der Reitschule, dass die Verfügung des Regierungsstatthalters Teil einer gezielten Strategie im Zusammenhang mit «einer Neoliberalisierung des städtischen und kantonalen Gemeinwesens» ist. Städte würden wie Grossbetriebe geführt. Entsprechend müssten sie rentieren und für potente Steuerzahler und Unternehmen attraktiv sein.
«Dabei werden Interessen der Bewohner, die für eine Stadt finanziell nicht interessant sind, untergeordnet», steht in der Mitteilung. Innerhalb dieses Konzepts soll die Reitschule zu einem angepassten und pflegeleichten – normalen – Kultur- und Gastrobetrieb werden. Doch das autonome Kulturzentrum wehrt sich weiterhin gegen diese Politik: «Die Reitschule will kein Teil dieser Politik sein.» (Der Bund)
Erstellt: 14.05.2012, 06:36 Uhr
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4 Kommentare
Die Grundsatzfrage, die sich stellt: wie viel "Lärm" (egal von welcher Quelle) darf den Bewohnern einer Hauptstadt zugemutet werden? Stand heute haben wir eine Gesetzeslage, welche einer einzigen Anwohnerin, welche im vollen Bewusstsein der örtlichen Begebenheiten eine Liegenschaft direkt über einem Konzertlokal bezieht, Recht gibt. Antworten
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