Bern

Reitschule: Stadt-FDP fährt Slalom

Von Simon Thönen. Aktualisiert am 08.09.2010 5 Kommentare

Die Parteiversammlung der FDP Stadt Bern hat sich beim Thema Reitschule mit klarer Mehrheit ins Schlepptau der SVP begeben. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass die Partei ein schwieriges Verhältnis zum Kulturzentrum pflegt.

Mit 38 Ja gegen 9 Nein bei zwei Enthaltungen beschloss die FDP die Ja-Parole zur Initiative «Schliessung und Verkauf der Reitschule», über die das Stadtberner Volk am 26. September abstimmen wird.

Betrachtet man die Parolen der liberalen FDP zum libertären Kulturzentrum über längere Zeit, ergibt sich ein Slalomkurs mit weiten Schwüngen: 1999 Nein zur Sanierung der Reitschule, 2000 Ja zu deren Umwandlung in ein Shoppingzentrum, dann aber 2005 in einer Spitzkehre Nein zu einer Anti-Reitschulinitiative – und nun also wieder Ja zu einer solchen. «Die Partei hatte schon immer ein zwiespältiges Verhältnis zur Reitschule», räumt Parteipräsidentin Dolores Dana ein. Um diese Schizophrenie angemessen abzubilden, hatte die Stadtratsfraktion Stimmfreigabe empfohlen. Dana: «Damit hätten wir gezeigt, dass dies nicht unser Krieg ist.» Doch bei der Basis schwappte der Ärger über die Reitschule hoch. Mit der Ja-Parole sitzt die FDP nun – anders als BDP und CVP – erneut im Seitenwagen der SVP. (Der Bund)

Erstellt: 08.09.2010, 07:19 Uhr

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5 Kommentare

René Müller

07.09.2010, 12:40 Uhr
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Ich habe von der FDP auch nichts anderes erwartet. Wer ist in den Startlöchern die Reitschule zu übernehmen? Welche Spekulanten? Ich habe lieber Reitschul-Sympathisanten als Reitschul-Spekulanten. Zudem braucht die FDP Stimmvieh bei den nächsten Wahlen, sonst wird diese Partei in den nächsten Jahren ins Nirvana verschwinden. Daher, darf es ein bisschen mehr Rechts sein, muss die FDP Parole heiss. Antworten


Christian Jakob

07.09.2010, 13:43 Uhr
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Ob diese 49 Beteiligten repräsentativ für die Grundgesamtheit der FDP-ler der Stadt Bern sind? -- Ich hoffe nicht. Unabängig davon spricht die Anzahl Anwesender an dieser Versammlung nicht gerade für ein grosses Interesse der FDP-Mitglieder am Ruf Ihrer Partei. -- Schade. Antworten



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