Bern
Neue Verträge zwischen Kleintierzüchtern und Stadt
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Der Gemeinderat hat neue Verträge mit dem Nachfolgeverein des Kleintierzüchtervereins abgeschlossen, dies im Zusammenhang mit dem mutmasslichen Veruntreuungsfall. Die Stadt Bern kann damit ihren Verlust voraussichtlich auf 61'230 Franken reduzieren. Diese Lösung minimiere den Verlust an Steuergeldern, teilte der Stadtberner Gemeinderat am Montag mit. Zudem werde den unbescholtenen Kleintierzüchtern eine Fortsetzung ihrer Aktivitäten ermöglicht.
Zur Erinnerung: Die Stadt hatte dem Kleintierzüchterverein in den Jahren 2006 und 2007 ein Darlehen von 260'000 Franken für die Vereinsanlagen in der Eymatt gewährt. Im vergangenen November wurde bekannt, dass der ehemalige Vereinskassier Gelder veruntreut haben soll. Gegen ihn läuft ein Strafverfahren. Per Ende März 2012 beträgt die offene Forderung der Stadt 261'230 Franken. Der Kleintierzüchterverein ist inzwischen offiziell inaktiv. Dafür gründeten die Züchter als «Kleintierfreunde Bern» einen neuen Verein. Mit diesem Nachfolgeverein hat die Stadt nun einen Baurechts- und einen neuen Darlehensvertrag abgeschlossen.
«Heimfall» der Zuchtanlagen
Demnach fallen die Kleintierzuchtanlagen vorübergehend ins Eigentum der Stadt. Diese entrichtet dem Verein freiwillig den Liquidationswert der Anlagen in der Höhe von 20'000 Franken. Die Entschädigung für diesen sogenannten Heimfall wird mit dem bestehenden Darlehen verrechnet. Der Nachfolgeverein übernimmt einen Darlehensanteil von 180'000 Franken. Während 25 Jahren sollen die Kleintierfreunde diese Schulden vollständig zurückzahlen. Gleichzeitig tritt der Nachfolgeverein einen neuen, 25 Jahre dauernden Baurechtsvertrag mit der Stadt Bern ein.
Mit diesen Massnahmen reduziert sich der voraussichtliche Verlust aus dem Darlehen für den alten Kleintierzüchterverein auf 61'230 Franken - dieser Betrag wird also weiterhin geschuldet. In diesem Zusammenhang hat die Stadt gegen den ehemaligen Kassier des Vereins Strafanklage eingereicht. (rym/sda)
Erstellt: 07.05.2012, 10:52 Uhr
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