Bern
Neue Tramachse: Diese Varianten wurden verworfen
Von Lisa Stalder. Aktualisiert am 02.05.2012 5 Kommentare
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Im Rahmen der Zweckmässigkeitsbeurteilung (ZMB) wurden in einer ersten Phase «alle erdenklichen» Varianten aufgeführt. Insgesamt 23 wurden dabei genannt. Ein Grossteil wurde aber sehr bald verworfen. Neben der Bestvariante «Altstadt-Nord» wurden vier weitere Varianten vertieft geprüft.
• Variante Lorrainebrücke: Diese Variante sah vor, die 10er-Linie nicht durch die Altstadt, sondern via Bollwerk, Lorrainebrücke und Viktoriarain zum Viktoriaplatz zu führen. So hätten die Hauptgassen um 20 Kurse pro Stunde entlastet werden können. Als problematisch wurden der Umbau des Bahnhofplatzes und des Viktoriarains bezeichnet. Für diese Variante wurde mit Kosten von 120,9 Millionen Franken gerechnet (plus/minus 30 Prozent).
• Variante Altstadt-Süd: Mit dieser Variante hätten die Hauptgassen eingleisig entlastet werden können. Die Planer rechneten mit 30 Kursen pro Stunde. Es wurde mit Kosten in der Höhe von 48,5 Millionen Franken gerechnet. Dies allerdings nur für den Fall, dass Fahrleitungen hätten installiert werden können, was vor dem Bundeshaus allerdings wenig wahrscheinlich ist.
• Bundesgasse/Bundesgasse direkt: Vertieft geprüft wurden auch zwei Varianten durch die Bundesgasse. Doch ein Tram, das direkt vor dem Bundeshaus durchführt, erscheint den Planern wenig realistisch: Auf dem Bundesplatz sind Fahrleitungen und Masten aus ästhetischen Gründen unerwünscht. Der Batteriebetrieb von Trams ist zwar für kurze Strecken möglich, aber teuer. Zudem böten diese Varianten bei einer Störung weniger Umfahrungsmöglichkeiten als die Siegervariante. Die Kosten für diese beiden Varianten werden mit 110,9 respektive 133,3 Millionen Franken angegeben.
Vorerst keine Berner U-Bahn
In einer ersten Phase wurde bereits die Idee verworfen, die Tramlinie 10 über die Monbijoubrücke zu führen. Diese Variante wäre sehr teuer (30 bis 50 Prozent teurer als «Altstadt-Nord»). Für Anwohner würde es zudem umständlicher, zum Bahnhof zu gelangen. Auch nicht weiterverfolgt wurde die unterirdische Linienführung. Eine Variante, welche die Hauptgassen um zwei Linien entlasten könnte, würde sich auf rund 700 Millionen Franken belaufen. Zudem seien Eingriffe in den Stadtraum und die Bausubstanz kaum mit dem Unesco-Status der Altstadt vereinbar, heisst es von Planerseite. (Der Bund)
Erstellt: 02.05.2012, 13:38 Uhr
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5 Kommentare
Sehr geehrte Frau Lisa Stalder
Warum wird in Eurer Berichterstattung nie auf das Nadelöhr Kornhausbrücke aufmerksam gemacht? Es gibt viele Dafür und Dagegen nur das Problem Kornhausbrücke wird immer ausgeklammert.
Bereits diesen Sommer erleben wir wie das hochgelobte Tramdepot Bolligenstrasse (55/75795 Millionen) mit dem Abstellplatz für das Tram-West wärend Sanierungsarbeiten an der Brücke lahmge
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