Bern
Musikalische Boten der Toleranz
Infobox
Sa, 5. Mai, 20 Uhr, Kirche St. Peter und Paul, Platzreservation empfohlen: reservation.cdz.bern@gmail.com
Artikel zum Thema
Teilen und kommentieren
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von DerBund.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an
4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Ein interreligiöser Chor aus der Türkei: Die Affiche lässt aufhorchen. Muslime, Christen und Juden haben den Antakya Medeniyetler Korosu (Chor der Zivilisationen) 2007 gegründet. Hinter Antakya verbirgt sich das antike Antiochia, das für die ersten Christen sehr bedeutend war und noch heute eine grosse religiöse Vielfalt aufweist. In Antiochia kam es zu einem Konflikt zwischen den Aposteln Petrus und Paulus, von dem Paulus im Galaterbrief berichtet.
Kein Eklat - interreligiöser Friede
Das pure Gegenteil soll sich abspielen, wenn der Chor aus Antiochia in der Kirche mit dem passenden Namen St. Peter und Paul auftritt - im christkatholischen Kirchenbau, den ein soeben publizierter Kunstführer würdigt. 35 Männer und Frauen aus Antakya, darunter 8 Instrumentalisten, werden Musik aufführen in einer seltenen Breite: islamische, alevitische, jüdische und christliche Lieder, gesungen auf Türkisch, Armenisch, Kurdisch, Hebräisch, Arabisch und Deutsch.
Ist der von der türkischen Botschaft mitorganisierte Anlass eine PR-Aktion, um die Toleranz des Landes zu demonstrieren, das der EU beitreten will? Nein, sagt Botschaftsrat Emre Ozigci. Koexistenz von Religionen und Kulturen in seinem Land sei «ein historisches und zeitgenössisches Faktum». Nicht muslimische Religionsangehörige hätten «genau die gleichen Rechte und Freiheiten» wie alle türkischen Bürger. Ozigci führte weiter aus, bei einst umstrittenen Besitzverhältnissen kirchlicher Gebäude habe sich in den letzten Jahren vieles geklärt, und das Singen kurdischer Lieder sei «in der Türkei nie verboten» gewesen.
Erprobte interreligiöse Zusammenarbeit
Für den christkatholischen Kirchgemeinderat Reto Bachmann ist der Anlass ebenfalls keine PR-Aktion, sondern die Frucht einer erprobten Zusammenarbeit mit dem Türkisch-Islamischen Verein in Ostermundigen. So sieht es auch dessen Präsident Hasan Irmak. Als die Botschaft auf ihn zukam wegen des Konzertorts, war für Irmak bald klar, wo er anklopfen würde: bei den Christkatholiken.
(Der Bund)
Erstellt: 04.05.2012, 15:21 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
Bern
- 09:01Forsche Berner Wisschenschaftler
- 07:44Ohne Ausländer verlöre die Stadt Bern zwei Grossratssitze
- 13:00Am Ende durch den «Hexenkessel»
- 12:09«Es ist manchmal nötig, die eigenen Interessen zurückzustecken»
- 11:41Winterdach über «Strämu» ruft Komitees auf den Plan
- 10:44Kommentar: Wenn die Stadt für die Reichen baut
BLS Schifffahrt Berner Oberland
Auf Deck scheint die Sonne am längsten.
Was gibt es Schöneres als die wohlverdienten Feierabendstunden auf dem Thunersee zu verbringen?
Abopreise vergleichen
Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.
Alles für Abonnenten und Abonnentinnen
Laden Sie sich Ihr ePaper auf Ihren Computer und blättern Sie gratis und ab 5 Uhr früh in Ihrem "Bund".

Bitte warten

























