Bern

Mehr Weg zwischen Bären- und Tierpark

Von Simon Wälti. Aktualisiert am 28.03.2012

Obwohl Gemeinderat Reto Nause (CVP) den Weg vom Bären- zum Tierpark aufwerten will, steht ein eigentlicher Bärenlehrpfad nicht mehr im Vordergrund.

Künftig soll der Gang in den Tierpark leichter fallen. Der Gemeinderat strebt eine «Verbesserung der Wegbeziehungen» zwischen Bären- und Tierpark an.

Künftig soll der Gang in den Tierpark leichter fallen. Der Gemeinderat strebt eine «Verbesserung der Wegbeziehungen» zwischen Bären- und Tierpark an.
Bild: Adrian Moser

Die meisten Menschen lieben Tiere, aber lange nicht alle finden in Bern den Weg vom Bärenpark zum Tierpark Dählhölzli. Die Idee für einen Bärenlehrpfad mit Informationsstelen wurde jedoch wegen der Bedenken des Gemeinderats bezüglich Unterhaltskosten und Vandalismus wieder beigesetzt – obwohl man mit der Versicherung Mobiliar bereits einen Sponsor am Haken hatte.

Der Gemeinderat ist aber bereit, eine «Verbesserung der Wegbeziehungen» zwischen Bärenpark und Tierpark zu prüfen, wie aus der Antwort auf ein interfraktionelles Postulat im Stadtrat hervorgeht. Reto Nause (CVP) bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Berner Zeitung». «Wir machen uns Gedanken, wie wir den Weg zwischen Bärenpark, Schwellenmätteli und Dählhölzli aufwerten können.» Dass nun aber doch das ursprüngliche Projekt eines Bärenpfades realisiert würde, hält Nause dagegen für unwahrscheinlich.

Idee für eine Zoo- und Badewelt

Alexandre Schmidt (FDP), der den Vorstoss eingereicht hat, bringt neue Möglichkeiten für eine Attraktivierung des Tierparks ins Spiel. In einem weiteren Postulat schlägt er eine Verbindung zwischen dem Dählhölzli und der Ka-We-De vor. «Die Sanierung der Ka-We-De bietet eine einmalige Chance, über den Gartenhag hinauszuschauen», sagt Schmidt. Kombi-Ticket, Aussichtsplattform, Aquarium, Voliere und ein Durchgang zum Tierpark – das sind einige der Ideen, die Schmidt für die Ka-We-De vorbringt.

«Ich sehe ein grosses Potenzial in der Nachbarschaft der beiden Anlagen.» Am besten wäre es, findet Schmidt, die Zuständigkeiten im ganzen Bereich in einer Direktion zusammenzuführen. Heute bestehe trotz der Nähe der zwei Institutionen keine Zusammenarbeit. Durch ein Kombi-Ticket zu ermässigtem Preis könnten vermehrt Familien dazu bewogen werden, den ganzen Tag im Perimeter zu verbringen. Durch die Zusammenlegung gemeinsamer Tätigkeiten oder Teilen der Infrastruktur sei es zudem möglich, Synergien zu nutzen und Kosten zu sparen.

Nause will Angebot verbessern

Gemeinderat Reto Nause zeigt sich auf Anfrage von den Vorschlägen durchaus angetan. «Es wäre möglich, eine gemeinsame Erlebniswelt zu schaffen.» Eine Kombination von Tierwelt und Bade- oder Schlittschuhplausch könne vor allem für Familien interessant sein, sagt er. Es sei für ihn naheliegend, dass man bei der bevorstehenden Umgestaltung der Ka-We-De prüfe, ob es Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit gebe. Auch mit dem Ka-We-De-Restaurant könnten sich Synergien ergeben, findet Nause.

Das Restaurant Dählhölzli steht zwar an der Aare direkt zwischen Kinderzoo und dem Bereich für die Wasservögel, ist aber organisatorisch nicht in den Tierpark integriert. Nause schwebt eine Verbesserung bei gemeinsamen Angeboten vor. «Das wäre zum Beispiel bei Kindergeburtstagen sicher sehr gefragt.» (Der Bund)

Erstellt: 28.03.2012, 08:04 Uhr

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