Bern
Mehr Betreuung für Lehrer - aber nicht gesetzlich verankert
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Die vier Urheber des Vorstosses hatten ihre Motion mit dem Argument begründet, dass es den Kanton Bern viel Geld kostet, wenn Junglehrer noch im ersten Berufsjahr wieder aussteigen. Internationalen Studien zufolge täten das etwa 30 Prozent.
Wenn junge Lehrpersonen besser betreut würden, könne diese Aussteigerquote um die Hälfte gesenkt werden. Die gesetzlich verankerte Einführungsphase sollte für die Motionäre maximal zwei Jahre dauern. Die Motion sah auch eine Vereinbarung zwischen Junglehrern und Schulleitungen vor sowie Geld für Unterstützungsmassnahmen.
In der Debatte zeichnete sich aber eine Mehrheit für die Position der Regierung ab. Sie hatte beantragt, den Vorstoss nicht als verbindliche Motion, sondern als Postulat zu überweisen. Die Motionäre wandelten ihren Vorstoss deshalb um.
Mentorenmodell
Die Gegner des Vorstosses als Motion argumentierten vor allem, es sei Aufgabe der Schulleiterinnen und Schulleiter, bei Problemen von Junglehrern einzugreifen. Ein gesetzlicher Auftrag gehe zu weit. Das sagte auch Erziehungsdirektor Bernhard Pulver.
Er sprach aber von einem guten Postulat, denn es brauche eine Einführungsphase für junge Lehrpersonen und Unterstützung für Junglehrer. Allerdings hätten nicht alle Unterstützung nötig.
Die Regierung will nun eine Aufstockung der Mittel in jenem Pool prüfen, der den Schulleitungen für die Erfüllung von Spezialaufgaben zur Verfügung steht. Der Regierung schwebt vor, dass vor allem sogenannte Mentoren Junglehrer begleiten und unterstützen. (dam/sda)
Erstellt: 25.01.2012, 11:11 Uhr
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