Bern
Lärmklagen gegen Reitschule: Statthalter legt Zahlen offen
Von Christoph Lenz. Aktualisiert am 15.05.2012 15 Kommentare
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81 – diese Zahl wurde immer wieder genannt, wenn Behörden in den letzten Monaten über die Lärmproblematik bei der Reitschule informierten. 81 – so viele Reklamationen sind gemäss Regierungsstatthalter Christoph Lerch (SP) allein im Jahr 2011 gegen das alternative Kulturzentrum eingegangen. Eine sehr hohe Zahl. Nicht kommuniziert wurde bislang, wie viele Kläger hinter den 81 Lärmklagen stehen.
Nachdem Gerüchte die Runde machten, es steckten lediglich zwei «notorische Kläger» hinter den 81 Reklamationen, hat Lerch gegenüber dem «Bund» weitere Zahlen offengelegt. Wie Lerch schreibt, stammen sie aus einer Auswertung von Journaleinträgen der Kantonspolizei. Diese erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder absolute Richtigkeit. «Eine systematische Auswertung ist nicht möglich», so Lerch.
«Mehr als ein Dutzend Kläger»
Trotzdem gibt die Zusammenstellung Aufschluss über die konkreten Lärmprobleme der Reitschule: So stammen 25 Reklamationen, also fast ein Drittel aller Lärmklagen, von einem einzigen Abend. Um welchen Anlass es sich dabei gehandelt hat, ist weder beim Regierungsstatthalteramt noch bei Mitgliedern der Reitschule-Mediengruppe in Erfahrung zu bringen.
Zudem schreibt Lerch, dass dem Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland für 2011 «deutlich mehr als ein Dutzend» verschiedene Namen von Klägern vorliegen. Einige Reklamationen seien auch anonym eingegangen. Lerch vermutet, die Kläger wollten damit ihre Privatsphäre schützen. (Der Bund)
Erstellt: 15.05.2012, 06:46 Uhr
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15 Kommentare
Fassen wir zusammen:"Deutlich mehr als ein Dutzend"-also weniger als zwei Dutzend Personen. Die Interessen von, sagen wir mal 20 Personen, werden höher gewichtet als das berechtigte Interesse 1000er Jugendlicher nach noch wenigstens einem einzigen Ort wo man sich im freien Treffen kann ohne die Umgebung in Watte einpacken zu müssen. Herr Lech, was war das Motto ihrer Partei: Für Wenige statt Alle? Antworten
"Eine systematische Auswertung ist nicht möglich." - Bei allem Respekt für die Arbeit der Polizei: Wie und für was wird diese Lärmstatistik denn erhoben? Und wieso sollen solche Daten belastbar sein wenn es darum geht, Gesetze zu erlassen? Vor allem die Tatsache, dass die ungenügende Datengrundlage erst nach dem Inkrafttreten des neuen Regelung diskutiert wird, wirft ein unseriöses Licht auf Lerch Antworten
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