Bern

Kursaal Bern plant Ausbau für 30 Millionen Franken

Von . Aktualisiert am 12.02.2010

Der Kursaal Bern soll zwei neue Kongress-Foyers erhalten. Im Hotel Allegro ist der Bau von fünf Junior-Suiten vorgesehen.

«Für uns ist das ein entscheidender Schritt», sagt Patrik Scherrer, Direktor des Kursaals Bern und des Hotels Allegro. Die Kongress und Kursaal Bern AG will ihr Haus für 30 Millionen Franken ausbauen. Gemäss Baupublikation ist unter anderem der Anbau von Kongress-Foyers und die Erweiterung der Hotelfassade an den Treppenturm auf der Südostseite des Gebäudes vorgesehen. «Im Kongressbereich ist unsere Infrastruktur veraltet», sagt Scherrer. Um mit Konkurrenten wie dem KKL Luzern mitzuhalten, seien die Investitionen unabdingbar.

Mehr Raum für Kongress-Gäste Laut Scherrer sollen die beiden Kongress-Foyers auf dem Hoteldach Raum für Apéros von Gesellschaften bieten. Der Zugang in die Arena wird künftig ausschliesslich durch die Glas-Anbauten erfolgen. «Wir wollen den Gästefluss von Arena und Casino trennen», sagt Scherrer. Aus denkmalpflegerischen Gründen bleibt der Blick von der Kornhausbrücke auf die Glaskuppel der Arena nach wie vor gewährleistet. «Der Kursaal ist ein Teil des Berner Stadtbildes», sagt Scherrer. Die Erweiterung der Fassade an den Treppenturm hin ermöglicht schliesslich den Einbau von fünf Junior-Suiten. «Mit den Umbauten wollen wir keine zusätzlichen Frequenzen, sondern mehr Quadratmeter pro Gast», sagt Scherrer.

Kursaal und Beau-Site gemeinsam

Läuft alles nach Plan, findet der Ausbau von Mitte 2010 bis Ende 2011 statt. Die Baustellenzufahrt erfolgt nicht über die Schänzlihalde, sondern von Norden her. Laut Scherrer ist das Vorgehen mit der benachbarten Klinik Beau-Site abgesprochen. Die Schänzlihalde wird bald als Zufahrt für den Klinik-Anbau benutzt. Der Aushub für die onkologische Station ist seit Ende 2009 im Gang. Mit der Nachbarschaft der beiden Institutionen stand es einst nicht zum Besten: Die Kongress und Kursaal Bern AG hatte den Klinik-Anbau bis vor Verwaltungsgericht bekämpft (der «Bund» berichtete). «Die alten Geschichten sind begraben», sagt Klinik-Sprecherin Adriana Palermo. Das Beau-Site werde gegen den Kursaal-Ausbau keine Einsprache erheben. (bob) (Der Bund)

Erstellt: 12.02.2010, 07:51 Uhr

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