Kommentar: Schwieriges Geldverteilen
Von Simon Wälti. Aktualisiert am 16.05.2011
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Die Gebühren für das Grundangebot werden 2013 und 2014 noch rund Fr. 5.50 im Monat betragen. Bis effektiv ein Marktpreis zu bezahlen ist, dauert es bis 2022. Dann sind die sieben Millionen Franken an die Abonnenten zurückerstattet. Wer wegzieht oder sich für Swisscom TV entscheidet, hat Pech gehabt. Zu sagen, das sei eine Verzerrung des Wettbewerbs, ist nur zur Hälfte richtig.
Die Gemeinde muss das Geld ja irgendwie ausschütten, und mit der gewählten Variante profitieren die meisten im Rahmen ihrer früheren Abozahlungen. Es ist nicht unbedingt gerechter, Projekte zu finanzieren, die sich vielleicht im Nachhinein als doch nicht so sinnvoll erweisen oder von denen nur eine Minderheit profitiert. Auch eine Steuersenkung – wie sie Ittigen plant – ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Geld verteilen oder damit etwas Nachhaltiges tun, ist gar nicht so einfach, wie man denkt.
Wie überall wünscht sich die Mehrheit der Kunden auch in Zollikofen einen Qualitätsgewinn. Die EBL Telecom als neue Besitzerin des Kabelnetzes hat sich verpflichtet, das Netz zu erneuern und bei Telefonie und Internet freien Zugang für Konkurrenten zu ermöglichen. Ob Zollikofen der Sprung in die Zukunft des TV- und Internetkonsums in Eigenregie gelungen wäre, ist zweifelhaft. (Der Bund)
Erstellt: 16.05.2011, 10:33 Uhr
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