Bern
Könizer Parlamentskommission hält Tram-Entscheid geheim
Von Simon Thönen. Aktualisiert am 09.11.2011
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Die Spezialkommission Tramprojekte soll den Entscheid des Könizer Parlaments zum Grossprojekt Tram Region Bern – 10er-Tram und Verlängerung 9er-Tram – vorbereiten. Sie tagte am Montagabend. Eigentlich würde man erwarten, dass die Kommission ihren Entscheid bekannt gibt, wie dies in der Stadt Bern und anderen Gemeinden in solchen Fällen üblich ist. Denn in Köniz wird am kommenden Montag ein knapper Parlamentsentscheid zum Projektierungskredit von Tram Region Bern erwartet. Da interessiert, ob die vorberatende Kommission ihrem Parlament ein Ja oder ein Nein empfiehlt.
Doch die Kommission will ihre Empfehlung vorerst geheim halten. Dies teilt auf Anfrage nicht etwa Kommissionspräsident Niklaus Hofer (SVP) selber mit. Stattdessen schickt er seinen Partei- und Kommissionskollegen Thomas Verdun vor. «Der Antrag der Kommission bleibt bis zur Parlamentssitzung ein kleines Geheimnis», sagt Verdun. Die Geheimhaltung habe die Kommission mit grosser Mehrheit beschlossen. Aus welchen Gründen sie dies tat, will Verdun ebenfalls nicht mitteilen: «Wir haben unsere Gründe. Diese wollen wir aber auch nicht kommunizieren.»
«Nein zum Tram ist unvernünftig»
Derweil ermuntert der Leist des Könizer Quartiers Liebefeld das Gemeindeparlament zu einem Ja zum Projektierungskredit. Zwar seien verschiedene Punkte des Tramprojekts noch nicht optimal gelöst, schreibt der Leist in einer Mitteilung. Ein Nein der Könizer wäre zum jetzigen Zeitpunkt jedoch «unvernünftig». So würde ein Nein verhindern, «dass das Tramprojekt im Detail ausgearbeitet und das Volk zu dieser wichtigen Frage Stellung beziehen kann». Weiter würde «Köniz schon im Voraus auf die Fördermittel des Bundes verzichten», die dieser für das 10er-Tram zugesichert hat. (Der Bund)
Erstellt: 09.11.2011, 08:59 Uhr
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