Kleintierzüchter geben ihr geliebtes Hobby nicht auf
Von Simon Wälti. Aktualisiert am 31.01.2012
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«Das kann ein langfädiges, mehrjähriges ‹Gstürm› geben», sagt Peter Iseli, Präsident von Kleintiere Bern-Jura, dem Kantonalverband zum laufenden Konkursverfahren gegen den ehemaligen Kassier des Kleintierzüchtervereins Bern. Der Kassier und ehemalige FDP-Stadtrat hatte Gelder veruntreut und wertlose Anteilsscheine an der Anlage in der Eymatt unter die Leute gebracht.
Im Dezember 2011 wurde ein neuer Verein mit dem Namen Kleintierfreunde Stadt Bern gegründet. «So können die Züchter in der Eymatt weiterhin ihrem Hobby nachgehen», sagt Iseli. Der Kleintierzüchterverein Bern ist zwar nicht mehr aktiv, wurde aber auch nicht aufgelöst. Medienberichte über dessen Auflösung seien falsch, erklärt Iseli. Ob er aufgelöst wird, ist derzeit noch offen. Denn auch der Verein hat Forderungen gegenüber dem Ex-Kassier. Wie hoch diese ausfallen werden, kann Iseli noch nicht sagen. Auf der anderen Seite sind die Gläubiger nicht bereit, auf Forderungen an den Verein zu verzichten.
Stadt hofft auf Rückzahlung
Das Land, auf dem die Anlage der Kleintierzüchter steht, gehört der Stadt Bern, die den Boden im Baurecht abgegeben hat. «Die Stadt hilft Lösungen suchen, damit am bestehenden Standort die Kleintierzucht weiter betrieben werden kann», sagt Walter Langenegger, Informationschef der Stadt Bern. Ob das Darlehen von 260 000 Franken, das die Stadt dem Verein gewährte, zurückgezahlt wird, ist offen. «Es ist noch nicht gesagt, dass die Stadt auf das Geld verzichten muss», sagt Langenegger.
Der neue Verein krankt nicht an Mitgliederschwund. Laut Iseli sind nun auch wieder Mitglieder aktiv, die vorher unter der Ägide des eigenmächtigen Kassiers nicht mehr mitmachen wollten. «Geplant ist auch ein neues Angebot – Kanin Hop.» Dabei hüpfen Kaninchen über eine Reihe von Hindernissen. Im letzten Oktober fand in Wollerau SZ die erste Europameisterschaft statt. (Der Bund)
Erstellt: 31.01.2012, 06:49 Uhr
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