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Kim Jong-un – und Köniz als Fundgrube nicht vorhandener Fakten
Von Marc Lettau. Aktualisiert am 22.12.2011 2 Kommentare
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Am Dienstag war der Könizer Gemeinderat und Schulvorsteher Ueli Studer zur besten Sendezeit auf ZDF zu sehen. Zuvor stand er österreichischen Medien und Journalisten französischer Zunge Red und Antwort. Reuters hat Studer in seiner Agenda bereits abgehakt. Ebenso das südkoreanische TV-Team, das weder Kosten noch Aufwand für den Weg nach Köniz scheute. Doch was sagt Studer jeweils in die Kamera?
Auf ZDF beschrieb er einen «jungen, aufgeschlossenen Mann, gut integriert, sportinteressiert», einer, der «die Sprache schnell gelernt hat» und in der Schule Demokratiekenntnisse vermittelt erhielt – «vielleicht etwas vom Besten, das er mitnehmen konnte». Weggekürzt wurde auch in diesem Beitrag, was Studer allen sagt: Letztlich beschreibe er einen namenlosen jungen Mann nordkoreanischer Herkunft.
Ob es sich dabei um den neuen Führer Kim Jong-un handle, wisse er beim besten Willen nicht: «Es ist nicht an uns, Spekulationen weiterzutreiben.» Einzelne Medien und einzelne Vertreter hiesiger Botschaften hätten ihn auch schon ungehalten aufgefordert, die wahre Identität des Schülers offenzulegen: «Aus fernöstlicher Optik ist es unverständlich, dass wir diesem riesengrossen Anliegen nicht entsprechen können.» Betonung auf können, denn über verifizierbare Fakten verfügt die Könizer Behörde nicht.
Wachsendes Verständnis
Anderseits reagiert Studer zunehmend verständnisvoll auf die Anfragen. Er habe nach Diskussionen mit südkoreanischen Medienleuten verstanden, wie existenziell für die dortigen Menschen die Frage sei, wer denn der unbekannte Mensch sei, der an der Spitze des unnahbaren Landes Nordkorea stehe. Studer weist aber jene zurecht, die aus jedem Detail – etwa aus der Tatsache, dass der nordkoreanische Schüler oft fehlte – ableiten, dass es sich um den Diktatorensohn handeln müsse. Das sei kein Indiz.
Grundsätzlich komme es immer wieder vor, dass Kinder von Botschaftspersonal eingeschult werden, «denn das Anrecht auf Schule gewähren wir allen, völlig unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus». Und «frei von Kosten». Kinder von diplomatischem Personal hätten auch keine Privilegien. Weilten die Eltern oft im Ausland, müssten sie nachweisen, dass ihre Kinder den Schulstoff dennoch vermittelt erhielten, damit sie in der Klasse den Anschluss nicht verlören. (Der Bund)
Erstellt: 22.12.2011, 06:59 Uhr
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2 Kommentare
Ein Klassenfoto das es in der Primarschule nie geben würde. Rumtollende Kinder die einander Vögel machen und sich würgen... Das zeigt wohl auch was man sich als diplomaten Kind oder aus gutem Hause leisten kann... Auf jeden Fall, zeugt das Bild nicht von Anstand! Antworten
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