Bern

Hohe Sicherheitskosten bewegen die Gemüter

Aktualisiert am 13.09.2011

Der grosse Polizeieinsatz anlässlich der SVP-Kundgebung bewegt nach wie vor die Gemüter. Stadtpräsident Alexander Tschäppät fordert nun, dass sich der Bund stärker an den Sicherheitskosten der Bundesstadt beteiligt.

Am Samstag standen in Bern rund 1000 Polizisten im Einsatz.

Am Samstag standen in Bern rund 1000 Polizisten im Einsatz.
Bild: Keystone

Will eine Beteiligung des Bund bei den hohen Sicherheitskosten: Alexander Tschäppät. (Archivbild: Adrian Moser)

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SVP-Fest und Gegenveranstaltung der Reitschule

SVP-Fest und Gegenveranstaltung der Reitschule
Bei heissen Temperaturen und einem imposanten Sicherheitsdispositiv hat sich die SVP auf ihrer Platzkundgebung in Bern für die Wahlen in Stellung gebracht. Zeitgleich hat die Reitschule eine Gegenveranstaltung mit Workshops und Konzerten organisiert.

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Für Tschäppät ist klar, dass am Sitz von Regierung und Parlament politische Manifestationen stattfinden. «Das gehört dazu», sagte der Berner Stadtpräsident in einem Interview mit der «Berner Zeitung» vom Dienstag.

Die daraus resultierenden Einschränkungen hätten jedoch in den letzten Jahren massiv zugenommen, führte Tschäppät aus. «Das hat aber nichts mit der Reitschule zu tun, sondern mit dem Wunsch nach Hochsicherheit». Der Bund müsse sich deshalb die Frage stellen, ob er die Lasten des politischen Zentrums Bern nicht verstärkt mittragen müsste, etwa bei Staatsbesuchen.

Am Samstag standen in Bern rund 1000 Polizisten im Einsatz, um die Durchführung einer SVP-Wahlveranstaltung auf dem Bundesplatz und eine Gegenveranstaltung im alternativen Kulturzentrum Reitschule zu gewährleisten. Die Kosten belaufen sich nach inoffiziellen Schätzungen auf gegen eine Million Franken.

Keine andere Möglichkeit

Die SVP sei im Vorfeld der Veranstaltung nicht müde geworden, zu betonen, wie gefährlich und chaotisch Bern sei. Im Gegenzug hätten auch die Reitschul-Aktivisten Öl ins Feuer gegossen. «Da blieb keine andere Möglichkeit, als die Stadt wenigstens so abzusichern, dass sich die Bilder von 2007 nicht wiederholen», sagte Tschäppät.

Vor vier Jahren kam es nämlich am Rande zweier ähnlicher Veranstaltungen zu heftigen Ausschreitungen. Derartige Zusammenstösse konnte das massive Polizeiaufgebot dieses Jahr verhindern. Die Kosten für diesen Einsatz gehen zu Lasten der Steuerzahler.

(bs/sda)

Erstellt: 13.09.2011, 11:41 Uhr

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