Bern
Hohe Aare: Die Lage entspannt sich vorerst
Aktualisiert am 04.07.2012 1 Kommentar
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Die Berner Feuerwehr gibt am Mittwochmorgen Entwarnung bezüglich der Hochwasserlage: «Die Situation habe sich über Nacht nicht mehr weiter verschärft, sagt Feuerwehrsprecher Franz Märki gegenüber DerBund.ch/Newsnet.» Ausrücken musste die Feuerwehr in dieser Nacht nicht.
Auch in den nächsten Tagen werden grössere Regenfälle erwartet. Aus diesem Grund lässt das kantonale Amt für Wasser und Abfall (AWA) noch mehr Wasser aus dem Thunersee abfliessen. Das könnte dazu führen, dass im Raum Bern Wasser in exponierte Keller fliesst. Die teilte die Berufsfeuerwehr der Stadt Bern am Dienstagabend mit.
Als Resultat der aus dem Thunersee kontrolliert abfliessenden Wassermenge zeigt die Messstation Schönau seit Tagen Werte von bis zu 300 Kubikmeter pro Sekunde (m3/sec). Weil Brienzer- und Thunersee hohe Wasserstände aufweisen und in den nächsten Tagen mit weiteren grösseren Regenfällen gerechnet werden muss, sieht sich das AWA gezwungen, noch mehr Wasser über den Hochwasserstollen abfliessen zu lassen.
Die Aare wird überwacht
Die Abflussmenge betrug am Dienstagabend um 18 Uhr bei der Messstation Schönau bereits knapp 330 m3/sec. Wie die Feuerwehr prognostizierte, stieg der Wert in der Nacht auf Mittwoch weiter an, um sich dann bei rund 340 m3/sec einzupendeln. Dies, nachdem die Durchflussmenge im Hochwasserstollen von 50 auf 70 m3/sec erhöht worden war. Die Tendenz sei nun leicht rückläufig. Aus dem Thunersee und dem Brienzersee werde mehr Wasser abgelassen als hineinfliesse.
340 m3/ sec ist ein Wert, bei welchem die Berufsfeuerwehr Bern vorsorgliche Massnahmen auslöst. Nebst ersten baulichen Vorkehrungen wird die Aare überwacht, insbesondere auch wegen Ansammlungen von Schwemmholz. Doch auch darin sieht die Feuerwehr derzeit kein grösseres Problem. «Da der Hochwasserstand schon seit Tagen anhält, führt die Aare nurmehr wenig neues Schwemmholz.»
Hochwasser nicht gänzlich auszuschliessen
Das Fazit des Feuerwehrsprechers: «Aus heutiger Sicht müssen wir kein Hochwasser befürchten.» Dennoch besteht ein permanenter Kontakt mit der Pikettstelle des AWA. Zudem hat die Berufsfeuerwehr entschieden, für die Anwohnerschaft der potenziell gefährdeten Gebiete entlang der Aare eine vorsorgliche Meldung auszulösen. Sie will damit die Bevölkerung aufmerksam machen, dass steigendes Grundwasser in exponierte Kellerräumlichkeiten fliessen könnte.
Die Möglichkeit eines Hochwassers ist denn auch nicht gänzlich auszuschzliessen, wie Märki einräumt. «Wenn grössere Gewitter lange stationär bleiben, können sehr grosse Wassermengen niedergehen.» (rym/sda)
Erstellt: 04.07.2012, 11:01 Uhr
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