Bern
Hohe Aare: Die Feuerwehr trifft bei Bern vorsorgliche Massnahmen
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Auch in den nächsten Tagen werden grössere Regenfälle erwartet. Aus diesem Grund lässt das kantonale Amt für Wasser und Abfall (AWA) noch mehr Wasser aus dem Thunersee abfliessen. Das könnte dazu führen, dass im Raum Bern Wasser in exponierte Keller fliesst.
Die teilte die Berufsfeuerwehr der Stadt Bern am Dienstagabend mit. Als Resultat der aus dem Thunersee kontrolliert abfliessenden Wassermenge zeigt die Messstation Schönau seit Tagen Werte von bis zu 300 Kubikmeter pro Sekunde (m3/sec).
Weil Brienzer- und Thunersee hohe Wasserstände aufweisen und in den nächsten Tagen mit weiteren grösseren Regenfällen gerechnet werden muss, sieht sich das AWA gezwungen, noch mehr Wasser über den Hochwasserstollen abfliessen zu lassen.
Die Aare wird überwacht
Die Abflussmenge betrug am Dienstagabend um 18 Uhr bei der Messstation Schönau bereits knapp 330 m3/sec. Die steigende Tendenz wird in den nächsten beiden Stunden noch anhalten, nachdem die Durchflussmenge im Hochwasserstollen von 50 auf 70 m3/sec erhöht worden ist. Dieser Wert soll gemäss AWA während der ganzen Nacht beibehalten werden.
Für Bern heisst dies, dass mit einer Wassermenge von zirka 340 m3/ sec, allenfalls sogar etwas mehr, gerechnet werden muss. Dies ist ein Wert, bei welchem die Berufsfeuerwehr Bern vorsorgliche Massnahmen auslöst. Nebst ersten baulichen Vorkehrungen wird die Aare überwacht, insbesondere auch wegen Ansammlungen von Schwemmholz.
Auch besteht ein permanenter Kontakt mit der Pikettstelle des AWA. Zudem hat die Berufsfeuerwehr entschieden, für die Anwohnerschaft der potenziell gefährdeten Gebiete entlang der Aare eine vorsorgliche Meldung auszulösen. Sie will damit die Bevölkerung aufmerksam machen, dass steigendes Grundwasser in exponierte Kellerräumlichkeiten fliessen könnte (bs/sda)
Erstellt: 03.07.2012, 19:55 Uhr
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