Hacker-Angriff auf Grosse Halle: Betreiber wollen Anzeige einreichen

Das Reservationssystem der Grossen Halle wurde gehackt. Dabei wurden die Adressdaten der Verkäufer abgegriffen. Die Veranstalter wollen nun rechtliche Schritte einleiten.

Auf dem Flohmarkt der Grossen Halle werden Wertvolles und Wertloses wild durcheinander angeboten.

Auf dem Flohmarkt der Grossen Halle werden Wertvolles und Wertloses wild durcheinander angeboten. Bild: Archiv

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Gemäss einer Medienmitteilung der Grossen Halle wurde am 9. März das Online-Reservationssystem für den Hallenflohmarkt gehackt. «Die Angreifer konnten die rund 4000 gespeicherten Adressen auslesen», sagt Giorgio Andreoli von der Grossen Halle über den Hackerangriff. Diese Daten seien danach auf einer anonymen Filehosting-Plattform publiziert worden. Inzwischen sei die Sicherheitslücke geschlossen worden und die betroffenen Leute per Mail informiert, heisst es von Seiten der Grossen Halle. Zudem sei auch das File mit den heiklen Daten nach einer Beschwerde vom Netz genommen worden, sagt Andreoli.

Anscheinend sei die Liste mit den Adressen des Reservationssystems zuvor in rechtsextremen Foren publiziert mit dem Kommentar: «Hier sind alle Namen, Adressen, Telefonnummern der dort registrierten Antifa-Aktivisten zum download!». Die Interpretation, bei den Verkäufern des Reitschulflohmis handle sich um Antifa-Aktivisten, sei «völlig absurd», so Andreoli.

«Zeitpunkt ist kein Zufall»

Bereits zwei Personen hätten sich bei den Betreibern der Grossen Halle gemeldet, weil sie per SMS belästigt worden seien, sage Andrioli. Der Verein Trägerschaft Grosse Halle werden nun rechtliche Schritte einleiten und eine Anzeige einreichen.

«Der Zeitpunkt des Hackerangriff ist kein Zufall», glaubt Andreoli. Er passe zu der aufgeheizten Stimmung die gerade um die Reitschule herrsche. Gleichzeitig verurteilt er das von Thomas Fuchs ausgesetzte Kopfgeld als Mittel, mit dem der bestehende Konflikt nur noch weiter angeheizt werde. Der Flohmi, der jeweils am ersten Sonntag des Monates stattfindet, werde wie bisher weitergeführt: «Das Reservationssystem kann wie bis anhin weiter verwendet werden, da die Sicherheitslücke jetzt geschlossen ist», so Andreoli.

(DerBund.ch/Newsnet)

(Erstellt: 15.03.2016, 08:25 Uhr)

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