Bern

Gummischrot beim Berner Derby

Aktualisiert am 14.05.2012 4 Kommentare

Um Konfrontationen der Fangruppen zu verhindern, griff die Polizei zu Gummischrot und Wasserwerfer. Die Polizei rechtfertigt dieses Vorgehen.

Nach dem Berner Derby in der Thuner Arena kam es ausserhalb des Stadions zu Interventionen der Polizei.

Artikel zum Thema

Teilen und kommentieren

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von DerBund.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...


Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Werbung

Nach dem Fussballspiel zwischen dem FC Thun und den BSC YB musste die Kantonspolizei Bern zweimal einschreiten. Insgesamt zieht die Kantonspolizei Bern eine positive Bilanz, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Das Fussballspiel zwischen dem FC Thun und den BSC Young Boys fand am Sonntagnachmittag in Thun statt. Der Fanwalk vom Bahnhof zum Stadion und die Partie verliefen friedlich. Auch der Abmarsch nach dem Spiel verlief vorerst ruhig.

Konfrontationen unterdrückt

Wie die Polizei schreibt, habe auf der Allmendingenallee eine Gruppe YB-Anhänger versucht, die geplante Marschroute zu verlassen und über das Wiesland auf die Weststrasse zu gelangen. Gemäss eigener Aussage verhinderte die Polizei dies unter Einsatz von Gummischrot und eines Wasserwerfers. Der Rückmarsch bis zum Bahnhof sei danach wiederum ruhig verlaufen.

Dort sei eine Konfrontation der beiden Fangruppen neuerlich «unter gezieltem Einsatz von Gummischrot und Wasserwerfer» verhindert worden. Mehrere Personen wurden kontrolliert. Weitere Konfrontationen habe man dank des erhöhten Aufgebotes «unterdrücken» können, so die Einschätzung der Polizei. Meldungen über grössere Sachbeschädigungen lägen bis zum jetzigen Zeitpunkt keine vor.

Fans äussern sich ironisch bis kritisch

Aus Fankreisen ist am Montag Kritik am massiven Polizeiaufgebot laut geworden. Im YB-Forum liest man, in jeder Gasse wären Kastenwagen postiert gewesen. Ironisch heisst es, endlich habe die Polizei ihr Material wieder einmal testen dürfen.

Polizeisprecher Andreas Hofmann begründet das grosse Polizeiaufgebot mit den Erfahrungen aus vergangenen Begegnungen zwischen den beiden Clubs in Thun. «Die Vorgabe war, dass die Fans die vorgegebene Marschroute nicht verlassen durften» - in der Vergangenheit sei es nämlich auf der Weststrasse zu einer Blockade und Sachbeschädigungen gekommen.

Bei der Intervention auf der Allmendingenstrasse habe man die Fans daran hindern wollen, auf die stark befahrene Weststrasse zu gelangen, wo sie den Verkehr hätten blockieren können. Auch habe man sie nicht durch die Quartiere ziehen lassen wollen.

Gummischrot «sehr gezielt» eingesetzt

Hat die Polizei die Repressionsmittel am Sonntag also prophylaktisch eingesetzt, um Verkehrsstörungen oder Konfrontationen zu verhindern? Hofmann verneint dies. Die Polizei habe sich vorsorglich vor Ort befunden. Als die Gruppierungen trotz Aufforderung der Polizei nicht einlenkten und die Konfrontation gesucht hätten, habe man die Repressionsmittel einsetzen müssen, um die Situation zu entschärfen.

Er betont, die Polizei habe den Gummischrot sehr gezielt und zurückhaltend eingesetzt, dieser sei stets das letzte Mittel. Insgesamt seien auch weniger als zehn Geschosse abgefeuert worden - «Die Polizei setzt diese Mittel nicht einfach so ein, deren Einsatz ist klar geregelt».

Spiele ohne Polizeipräsenz?

Darüber hinaus sagte der Polizeisprecher, die Polizei hätte nichts dagegen, wenn die Spiele ohne ihre Präsenz durchgeführt werden könnten. Doch dafür sei von allen Seiten vertrauensbildendes Verhalten nötig. «Dieses wurde in der Vergangenheit leider nicht von allen Fans gezeigt.»

(rym/pd)

Erstellt: 14.05.2012, 09:38 Uhr

4

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

4 Kommentare

Andreas Heidekker

14.05.2012, 09:56 Uhr
Melden 39 Empfehlung 0

Das Poliziei Aufgebot war lächerlich... als wäre dies ein Hochrisikospiel!? Als die Polizei am Bahnhof gar Gummischrott auf unbeteiligte Omas und Kinder feuerte konnte ich die Welt nicht mehr verstehen. Am besten zielt man nächstes Mal direkt auf die Köpfe, damit auch sicher keine Passanten getroffen werden! Antworten


David Swoboda

14.05.2012, 10:12 Uhr
Melden 39 Empfehlung 0

Naja, die Berner Kantonspolizei und ihre Spielzeuge. Es kommt mir vor, als hätten die gerade mal die Primarschule abgeschlossen. Ich fordere einen wesentlich strengeren Psychologietest für Leute, die der Polizei beitreten möchten und solche, die schon Polizisten sind. Es kann nicht sein, dass Polizeieinsätze dafür gebraucht werden, wieder mal mit den Waffen spielen zu können. Antworten



Bern

Populär auf Facebook Privatsphäre

Verzeichnis- & Serviceportal

Marktplatz

Fernstudiums-CAS an der FFHS

Holen Sie sich das juristische Fachwissen für einen Job in Compliance & Corporate Governance

Flugpreise vergleichen

Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.

Online-Wettbewerb

Wir feiern - Sie profitieren. Einen Tag lang freie Fahrt ab CHF 25.- mit Bahn, Bus und Schiff im gesamten BLS-Gebiet.

DIE AGENDA

Informieren Sie sich über aktuelle Kulturveranstaltungen in der Stadt und Umgebung.

Jetzt wechseln und sparen

Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.