Bern

Finn steht kurz vor der Sterilisierung

Von Hanna Jordi. Aktualisiert am 30.03.2012

Nicht nur im Dählhölzli tut sich was im Bärengehege: Im Bärenpark stehen die Zeichen gut für die geplante Familienzusammenführung. Erst wenn Finn zeugungsunfähig ist, kann die Bärenfamilie vereint werden.

Familientreffen am Zaun: Rechts Björk, Berna und Ursina, ennet dem Gehege Finn, der seine rosa Zunge durch den Zaun streckt.

Familientreffen am Zaun: Rechts Björk, Berna und Ursina, ennet dem Gehege Finn, der seine rosa Zunge durch den Zaun streckt.
Bild: zvg/Bernd Schildger

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Die Bärenfamilie im Park

Die Bärenfamilie im Park
Im Frühsommer soll die Bärenfamilie im Bärenpark vereinigt werden.

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Während die russischen Geschenkbären Mischa und Mascha im Dählhölzli ihr neues Gehege erkunden, ist auch die Bärenfamilie im Bärenpark an der Aare fleissig auf der Walz. Die Winterruhe ist vorüber, «langsam aber sicher fahren sie ihren Organismus wieder hoch», sagt Linda Triet, Tierpflegerin im Bärenpark.

Täglich können die Besucher beobachten, wie sich Björk und die Jungbärinnen Ursina und Berna am Gitter zum Gehege von Vater Finn einfinden. Und diesen durch die Gitterstäbe hindurch beschnüffeln.

«Sie scheinen sich zu tolerieren»

Dass sich die Bären regelmässig am Zaun treffen, sei ein gutes Zeichen für die geplante Familienzusammenführung, sagt Tierparkdirektor Bernd Schildger. «Sie begegnen sich ohne das geringste Anzeichen von Aggression», so Schildger, «sie scheinen sich gegenseitig zu tolerieren».

Scheitern könnte die Familienzusammenführung dann, wenn Finn seine beiden Töchter als Konkurrentinnen sähe, die ihm etwa Futter streitig machen könnten. Damit dies nicht geschieht, sorgt das Bärenpark-Team dafür, dass keiner der Bären das Gefühl haben muss, zu kurz zu kommen, was Nahrung oder Rückzugsmöglichkeiten angeht: «Wir tun alles dafür, dass nicht einmal die Idee einer Konkurrenzsituation aufkommt», sagt der Tierparkdirektor.

Zusammenführung erst nach dem Eingriff

Doch obwohl die Aussichten gut sind, wird es noch eine Weile dauern, bis die beiden Gehege zusammengelegt werden und sich die Bären ohne Schranken begegnen können. Im Moment bestünde nämlich noch die Gefahr, dass Vater Finn auf die Idee käme, Ursina und Berna zu decken. Da dem Tierpark der Sinn ganz und gar nicht nach neuerlichem Nachwuchs steht, muss sich Finn einer Sterilisierung unterziehen, bei der der Samenleiter durchtrennt wird.

Geplant ist der Eingriff bereits in den nächsten Tagen. Im Anschluss wird es allerdings noch mindestens 6 Wochen dauern, bis Finn tatsächlich zeugungsunfähig ist. Wenn sich die Bären dann immer noch grün sind, steht dem grossen Familiengehege nichts mehr im Weg. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.03.2012, 10:27 Uhr

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