Bern

Die Studibar rückt ein Schrittchen näher

Von Katrin Schregenberger. Aktualisiert am 13.02.2012

Die Studierenden der Uni Bern sollen eine eigene Bar erhalten. Das Projekt kommt voran – aber nur langsam.

Am Falkenplatz soll dereinst die Studibar eröffnet werden.

Am Falkenplatz soll dereinst die Studibar eröffnet werden.
Bild: Valérie Chételat

Seit drei Jahren versucht die StudentInnenschaft der Uni Bern (SUB) eine «Studibar» zu öffnen. Immer wieder ist der Eröffnungstermin verschoben worden. Zuletzt im vergangenen Herbst, als die SUB feststellte, dass es auch für Gebäudeumnutzungen eine Baubewilligung braucht. Die Bar soll sich dereinst in einem Gebäude der Fachhochschule Bern (BFH) am Falkenplatz 24 befinden.

Die Realisierung ist nun ein kleines Stück näher gerückt. Der Nutzungsvertrag mit der jetzigen Mieterin, der Berner Fachhochschule, ist zwar noch nicht unter Dach und Fach. Wann der Vertrag besiegelt wird, hängt aber allein von der SUB ab. Denn am 24. Januar hat die BFH einen Vertragsentwurf, der die Nutzungsbedingungen regelt, an die SUB geschickt. Akzeptiert sie den Entwurf, kann die BFH den Vertrag dem Amt für Grundstück und Gebäude des Kantons Bern (AGG) vorlegen. Stimmt die AGG als Eigentumsvertreterin des Kantons zu, kann das Baubewilligungsgesuch endlich eingereicht werden.

Im Zentrum der Gespräche zwischen SUB und BFH standen unter anderem logistische Fragen. Zum Beispiel, ob die SUB einen zusätzlichen Raum zum Lagern von Flaschen nutzen könne. Am Anfang sei eine solche Nutzung nicht garantiert gewesen, da die Schule den Raum selber brauchte. In den neuen Nutzungsbedingungen sei ein Stauraum nun aber eingeschlossen, so Letizia Carigiet vom SUB-Vorstand.

SUB zahlt vorläufig keine Miete

Ein Anliegen der BFH war, Lärmemissionen vorzubeugen. «Wir machen den Studenten strenge Auflagen was Lärm angeht», sagt Jürg Hefti von der BFH. Grund: In dem Gebäude, in dem die Bar entstehen soll, befinden sich auch Mietwohnungen. «Wir wollen keine Lärmklagen», so Hefti. Der Vertragsentwurf sieht vor, dass die Bar von 17 bis 00.30 Uhr in Betrieb ist. Vor Lärmklagen hat Carigiet keine Angst: «Wir haben nicht vor, laute Konzerte zu veranstalten.»«Miete muss die SUB vorläufig keine bezahlen», sagt Jürg Hefti von der BFH. Nur die Nebenkosten gingen auf die Kappe der SUB. Nach einem Jahr Probezeit werde dann besprochen, ob und wie hoch man eine Miete ansetzen könne, so Hefti.

Studienrat stimmte gegen Frist

Mit dem Vertragsentwurf der BFH ist die SUB grundsätzlich einverstanden. Kleine Ergänzungen müssten aber noch vorgenommen werden, so Carigiet.

Die BFH und die SUB haben also einen Konsens gefunden. Überraschend ist dies nicht zuletzt, weil das Projekt kurz vor Ende Jahr noch auf wackeligen Beinen stand. Im Oktober hatte ein Mitglied des Studienrates eine Motion eingereicht, die verlangte, dass bis Ende Januar ein Konsens gefunden werde. Falls nicht, solle das Projekt abgebrochen werden. Diese Motion wurde im Januar vom Studienrat abgelehnt. Auch neue Fristen sind keine gesetzt worden, denn: «Die Erfahrung zeigt, dass es immer wieder zu Verzögerungen kommen kann», so Carigiet. Fristen seien daher schwer einzuhalten. Trotzdem: Carigiet hofft, die Bar im Herbst eröffnen zu können. (Der Bund)

Erstellt: 13.02.2012, 08:31 Uhr

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