Bern
«Die Beschaffungskommission hat beim Bärenpark versagt»
Von Christoph Lenz. Aktualisiert am 26.01.2012
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Kein halbes Jahr ist vergangen, seit der Berner Stadtrat den 421 000-Franken-Kredit für den Sicherheitsauftrag Bärenpark bewilligt hat. Nun kommt das Thema bereits wieder auf den Tisch. Die Stadträte Hasim Sancar (GB) und Rahel Ruch (JA) reichen an der heutigen Sitzung die dringliche Motion «Den privaten Sicherheitsdienst im Bärenpark abschaffen!» ein. Darin fordern die Motionäre den Gemeinderat auf, alle bestehenden Verträge mit der SAS Security AG, die am Bärenpark patrouilliert, «so schnell wie möglich» aufzukünden.
Auslöser des Vorstosses sind die jüngsten Erkenntnisse über die bewegte Vorgeschichte des Inhabers der SAS Security AG, Dominique Aeby. Die städtische Beschaffungskommission habe in diesem Fall versagt, schreiben Sancar und Ruch. Nun sei zu befürchten, dass die Stadt Bern für Folgekosten aufkommen muss, welche die SAS Security AG verursacht. Die Motionäre verlangen weiter, dass für den Bärenpark ein neues Konzept entwickelt wird, das ohne privaten Sicherheitsdienst auskommt. «In Schwimmbädern schaut auch nicht die Polizei für die Sicherheit, sondern der Bademeister.» Beide Stadträte lehnen die Überwachung des öffentlichen Raums durch private Sicherheitsdienste ab.
SAS auch an Berner Schulen tätig
Sollte die Motion überwiesen werden, beträfe dies indes nicht nur den Bärenpark. Auch Stabe vertraut derzeit auf die Dienste der SAS Security AG, wie René Tschanz, Bereichsleiter Immobilienmanagement bestätigt. «Die SAS überwacht in einem befristeten Pilotversuch Berner Schulanlagen.» Ziel sei es, abends und an Wochenenden Lärmbelästigung, Vandalismus und unerwünschte Gruppenbildungen zu reduzieren. Der Überwachungsauftrag (Umfang: rund 80 000 Franken) werde voraussichtlich im März öffentlich ausgeschrieben. (Der Bund)
Erstellt: 26.01.2012, 06:49 Uhr
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