Bern
Die Baumallee als «Prüf- oder gar Stolperstein» fürs Tramprojekt
Von Marc Lettau. Aktualisiert am 30.01.2012
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Eines ist der Quartiervertretung des Stadtteils IV (Quavier) klar: Das Tram Region Bern, das dereinst Ostermundigen mit Köniz verbinden soll, wird auch für viele Bewohnerinnen und Bewohnern im Osten Berns ein Lichtblick sein. Deshalb hat die Quavier-Delegiertenversammlung am Samstag eine vorsichtig positive Stellungnahme zum Projekt veröffentlicht. Darin teilt Quavier die Einschätzung, dass die heutige Buslinie 10 an ihre Kapazitätsgrenzen gelangt sei. Die wünschenswerte weitere Verlagerung auf den öffentlichen Verkehr sei somit kaum noch möglich. Das Tram Region Bern sei deshalb besonders für die zum Stadtteil IV zählenden Quartiere Baumgarten, Reiterstrasse, Schönberg-Ost, Bizius und Burgfeld ein Gewinn.
Gute Noten erteilt Quavier auch den Planern: Die Entscheidprozesse seien «gut nachvollziehbar». Sogar die technisch begründeten Entscheide in der «brisanten Alleenfrage» seien nachvollziehbar: «Trotzdem befürchten wir nach wie vor, dass gerade dieser hoch emotionale Aspekt zum Prüf- oder gar Stolperstein des Zukunftsprojekts Tram Region Bern werden könnte», betont Quavier.
Quavier kritisiert Linienführung
Quavier tut deshalb, was gar nicht mehr zur Debatte steht, und rollt die Frage der Linienführung noch einmal auf, dies zumindest für den «besonders kritischen Abschnitt» zwischen Rosengarten und Schosshaldenfriedhof. Die Kritik an den für diesen Abschnitt vorgesehenen Lösungen hat sich laut Quavier nicht gelegt. Im Gegenteil: Die Kritik habe sich in der eingehenden Diskussion noch verstärkt. Quavier sieht deshalb Grund genug, eine alternative Linienführung via Papiermühleallee, Guisanstrasse, Mingerstrasse, Pulverweg und Schosshaldenfriedhof eingehend zu prüfen.
Die Phase der öffentliche Anhörung dauert noch bis morgen Dienstag. (Der Bund)
Erstellt: 30.01.2012, 08:02 Uhr
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