«Das grenzt an einen Skandal»
Von Christoph Lenz. Aktualisiert am 23.04.2012
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Der Saal 23 des Regionalgerichts Bern-Mittelland wird heute leer bleiben. Um 8.15 Uhr sollte die Forderung eines Architekten gegen den inaktiven Kleintierzüchterverein (KTZV) der Stadt Bern verhandelt werden. Das Gericht hat ein Verschiebungsgesuch von Peter Iseli gutgeheissen. «Wir haben keine Unterlagen, um uns zu verteidigen», sagt der Präsident von Kleintiere Bern-Jura, der das Gesuch des KTZV-Vorstands einbrachte.
«Das grenzt an einen Skandal», findet Sandro Genna, der Anwalt des Architekten. Er vermutet, der KTZV versuche, den «Deal mit der Stadt Bern ins Trockene zu bringen». Der Berner Gemeinderat will das alte Baurecht des KTZV auf den neuen Verein der Kleintierzüchter übertragen. Gemäss Genna könnte dies eine Gläubigerbevorzugung sein.
M. K. als Zeuge geladen
Für die abgesagte Verhandlung war auch M. K. geladen – als Zeuge. Er steht im Zentrum der «Kaninchenaffäre». 2011 war bekannt geworden, dass er Klienten und die Stadt Bern um bis zu 1,3 Millionen Franken betrogen hatte, um seinen Lebensstil zu finanzieren. Gegen M. K. läuft ein Strafverfahren wegen Veruntreuung, Urkundenfälschung und eventuell ungetreuer Geschäftsbesorgung. M. K. ist teilweise geständig. (Der Bund)
Erstellt: 23.04.2012, 07:00 Uhr
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