Das Matte-Fest steht auf der Kippe
Von Dölf Barben. Aktualisiert am 22.12.2011 1 Kommentar
Das Matte-Fest 2011 wurde abgesagt – weil es den Organisatoren um Jimy Hofer an Zeit fehlte. (Bild: Valérie Chételat)
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«Die Hoffnung stirbt zuletzt», sagt Urs Weber, der Präsident des Organisationskomitees. Er spricht vom traditionellen Matte-Fest. Ob dieses wie vorgesehen am 25. und 26. Mai, dem Freitag und dem Samstag vor Pfingsten, über die Bühne gehen kann, ist fraglich. «Im Moment ist die Finanzierung noch nicht sicher», sagt Weber und bestätigt damit Gerüchte aus der Berner Matte.
Das Organisationskomitee will sich noch Zeit lassen bis Ende Januar. Mit «dieser Deadline im Nacken» macht es sich nun daran, noch Sponsoren zu suchen. «Wir sind nicht das Gurtenfestival», sagt Weber, «wir wären schon mit kleinen Beiträgen zufrieden.» Gesuche um Beiträge gehen auch an die öffentliche Hand. Das Festbudget wird zwischen 100'000 und 150'000 Franken liegen. Kann die Finanzierung bis in einem Monat nicht gesichert werden, will das Organisationskomitee die Notbremse ziehen. «Wir gehen keine Risiken ein. Und es soll niemand auf Geld warten müssen.» Zur derzeitigen Grösse des Budgetdefizits will Weber «keine näheren Angaben machen».
«Massiv weniger» Stände
Einen der Gründe für die Finanzprobleme sieht Weber darin, dass das Fest anders konzipiert wird als bisher: Es dauert nur noch zwei Tage, und es sollen «massiv weniger» Bar- und Verpflegungsstände aufgestellt werden – nur noch rund 15 bis 20. In früheren Jahren waren es etwa dreimal mehr. Bisher konnte das Fest zum allergrössten Teil über die Standmieten finanziert werden.
Neu sollen die Stände beim Mühlenplatz und dem dortigen Schulhaus konzentriert werden. Damit kommen die Organisatoren den Bewohnerinnen und Bewohnern der Matte entgegen: Ein Teil von ihnen hatte jeweils darunter gelitten, dass die Stände direkt bei den Häusern und vor den Restaurants standen. Während dreier Tage drang in der Folge der Duft von Bratwürsten und anderen Köstlichkeiten ohne Umwege in die Schlaf- und Wohnzimmer.
Nicht nur die kleinere Anzahl von Ständen führt zu geringeren Einnahmen für die Organisatoren, wie Weber sagt: Die kürzere Dauer des Festes wirkt sich ebenfalls negativ aus. Zudem wirkt sich der Aufwand für die Infrastruktur überproportional aus, denn diese Kosten bleiben sich gleich, ob das Fest nun zwei oder drei Tage dauert.
Diesen Herbst fiel das Fest aus
Das Matte-Fest fand traditionellerweise alle zwei Jahre im Herbst statt, letztmals 2009. Es zog jeweils – je nach Programm – so viel Publikum an, dass ein Durchkommen kaum mehr möglich war. «Wir rechnen nächstes Jahr mit deutlich weniger Besucherinnen und Besuchern», sagt Weber. Wie viele es aber letztlich sein werden, bleibe eine offene Frage. Neu wollen die Organisatoren am Samstagvormittag Angebote für Familien schaffen. Diesen Herbst war das Matte-Fest abgesagt worden. Den bisherigen Organisatoren um die beiden Stadträte Jimy Hofer und Martin Schneider fehlte es an der Zeit.
Manche Bewohner und insbesondere der Quartierleist bekundeten im Laufe der Jahre zunehmend Mühe mit dem Fest. Sie gewannen den Eindruck, auf ihrem Buckel werde ein kommerzieller Anlass ausgetragen, der ihnen ausser Lärm und Dreck wenig bringe.
Dem neuen Organisationskomitee liegt deshalb viel daran, dem Traditionsanlass den Charakter eines Volksfestes zurückzugeben. Urs Weber, der auch andere Veranstaltungen auf die Beine stellte und beim letzten Matte-Fest mitorganisierte, sagt, der Quartierleist sei von Beginn weg eingebunden worden. Dass Leist-Präsident Bernhard Bürkli mitmache, «ist für uns ein Glücksfall». «Wir ziehen am selben Strick.» Je stärker die «Mätteler» in die Vorbereitung involviert seien, desto breiter sei das Fest abgestützt. Unterstützung erhalte er aber auch von den früheren Organisatoren, sagt Weber. Wenn es ein Problem gebe, könne er jederzeit bei Jimy Hofer und Martin Schneider anklopfen. (Der Bund)
Erstellt: 22.12.2011, 06:45 Uhr
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1 Kommentar
Wieso machen's denn noch Jimy Hofer und Martin Schneider?! Die haben doch keine Zeit... Unglaublich. Und ja, das Matte-Fest ist ein Kommerzfest geworden, auch dank dem Herr Hofer... Matte-Fest den Matte-Betrieben! Es sollte wieder mehr wie eine grosse Quartier-Messe werden, wo alle Matte-Betriebe sich vorstellen und feiern können... Dann ist's automatisch vom Quartier getragen. Antworten
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