Bern
Bundeshaus-Lichtspektakel vor Neuauflage
Von Reto Wissmann. Aktualisiert am 07.05.2012 1 Kommentar
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Das Licht- und Tonspektakel «Rendezvous Bundesplatz» hat im letzten Jahr Hunderttausende begeistert. Von Mitte Oktober bis Ende November nutzte der französische Lichtkünstler Benoît Quero das Bundeshaus als Projektionsfläche für seine 3-D-Illusionen und zog damit Besucher und Passanten in seinen Bann. Statt der erwarteten 150'000 Zuschauern hätten über eine Viertelmillion Menschen das Schauspiel mitverfolgt, schätzten die Initianten. Dieses Jahr soll die Aktion wiederholt und sogar noch ausgedehnt werden.
Die Verantwortung übernommen hat die Vereinigung für Bern, die von Stadtpräsident Alexander Tschäppät präsidiert wird und der neben Stadt und Burgergemeinde auch Tourismus- und Gastroverbände sowie Firmen und Private angehören. Laut einem Projektbeschrieb, der dem «Bund» vorliegt, soll das Lichtspektakel bereits Ende Oktober beginnen und bis Ende Jahr dauern. Mit zwei verschiedenen Programmen soll Abwechslung geboten werden. Bis Anfang Dezember wird jeden Abend zweimal in einer rund 20-minütigen Show die «innovative Schweiz» präsentiert. Anschliessend soll mit einem «Festtagszauber» Weihnachtsstimmung verbreitet werden.
Spektakel kostet 810'000 Franken
Die Vereinigung für Bern rechnet mit Kosten von 810'000 Franken. Weil das Bundeshaus als Projektionsfläche dient, kommt nur eine neutrale Präsentation infrage – ohne Firmenlogos und Werbesprüche. Entsprechend anspruchsvoll ist die Finanzierung. Der Regierungsrat hat letzte Woche bereits 180'000 Franken aus dem Lotteriefonds gesprochen. Im Grundsatz habe zudem der Gemeinderat in eigener Kompetenz den gleichen Betrag bewilligt, sagt Stadtpräsident Tschäppät.
Laut dem unterdessen bewilligten Gesuch an den Lotteriefonds werden weiter 80'000 Franken von der Burgergemeinde, 50'000 vom Migros-Kulturprozent und je 30'000 Franken von Bern Tourismus, Gastro Stadt Bern, Hotellerie Bern Mittelland und Bern City erwartet. Schliesslich sollen private Firmen die restlichen 200'000 Franken beitragen. Derzeit laufen noch entsprechende Gespräche. Wenn nun Stadt und Kanton ihre Beiträge gesprochen hätten, würden jetzt auch die anderen Partner nachziehen, hofft Tschäppät. Es dürfte allerdings auch zeitlich knapp werden.
Laut Burgergemeindeschreiber Andreas Kohli sei das Beitragsgesuch zwar tatsächlich schon eingetroffen, bis der Kleine Burgerrat allerdings entscheide, werde es sicher Mitte Juni. Tschäppät ist dennoch optimistisch. Das Lichtspektakel könne für Bern in der Adventszeit das werden, was die Weihnachtsmärkte für andere Städte seien: ein Touristenmagnet. Im Projektbeschrieb ist bereits von 330'000 Personen die Rede, die 2011 die Projektion verfolgt haben sollen. Wie diese Zahl zustande gekommen ist, kann Tschäppät nicht sagen.
Kanton zahlt nur einmal
Nach dem Entscheid von Stadt und Kanton stehen die Chancen nicht schlecht, dass auch in diesem Jahr die Figuren auf den Sandsteinfassaden des Bundeshauses tanzen. Die Bewilligung der Verwaltungsdelegation des Parlaments für die Beleuchtung des Gebäudes liegt laut Tschäppät jedenfalls bereits vor.
Wie es dann im nächsten Jahr weitergehen soll, ist allerdings noch völlig offen. Der Lotteriefonds spricht lediglich einmalige Beiträge und fällt deshalb 2013 als Geldgeber weg. Tschäppät will zunächst sowieso abwarten, ob sich der Erfolg von «Rendezvous Bundesplatz» von 2011 in diesem Jahr tatsächlich wiederholt. Ob das Weihnachtslichtspiel zu einer festen Institution in Bern werden solle, müsse man danach diskutieren. (Der Bund)
Erstellt: 07.05.2012, 08:04 Uhr
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1 Kommentar
auch wenn es vielen gefallen hat, letztes jahr: schön wäre es, wenn es diesmal für den ganzen teuren aufwand wenigstens ein durchdachtes konzept mit künstlerischem anspruch gäbe, anstelle einer bildschirmschoner-mässigen effektabfolge...die möglichkeiten, wären gross, man müsste sie aber auch nutzen wollen. Antworten
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