Bern
Berner Gemeinderat will keine Aarewelle für Surfer
Aktualisiert am 21.10.2010 1 Kommentar
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Der Stadtberner Gemeinderat schickt das Projekt nun aber bachab.
Die Stadtregierung signalisiert in ihrer Antwort auf ein entsprechendes Postulat immerhin eine gewisse Sympathie für das Anliegen. Gegen das Vorhaben spreche aber vor allem, dass der Standort durch den Energieversorger Energie Wasser Bern (ewb) genutzt werde, schreibt der Gemeinderat in seiner Antwort.
Der Wasserfluss im Schwellenmätteli wird durch vier automatische Schieber, sogenannte «Tiefgänger», sowie manuell betätigte Handschleusen geregelt.
Die Bewegung der Schieber und Schleusen folge einem vorgegebenen Regime, das Teil einer gültigen Konzession sei und nicht verändert werden könne, schreibt der Gemeinderat. Der Energieversorger ewb lehnt deshalb Freizeitaktivitäten beim Abfluss der Mattenschwelle aus Sicherheitsgründen ab.
Dazu komme, dass eine stehende Welle gewisse fixe Installationen brauche, beispielsweise ein Betonfundament an der Flusssohle. Aus Sicht der Werkeigentümerin ewb wären derartige Eingriffe an der Schwelle nicht möglich.
In seiner Antwort führt der Gemeinderat schliesslich auch eine Reihe von Bedenken zur Umweltverträglichkeit und Zonenkonformität auf.
Künstliche Wellen
Stehende Flusswellen entstehen, wenn ein Gewässer schnell genug fliesst und die Flusssohle entsprechend geformt ist. Sie lassen sich aber auch künstlich erzeugen, zum Beispiel mit einem flexiblen Damm, meist einem Gummischlauch, der mit Wasser gefüllt wird.
Auch in Zürich gibt es Bestrebungen für eine künstliche Welle. Die Zürcher Stadtregierung lehnte im Juni ein entsprechendes Postulat ab. Bei der Scherzligenschleuse in Thun finden regelmässig Anlässe für Freestyle-Kayakfahrer statt.
Die einst berühmt-berüchtigte Uttigwelle in der Aare unweit von Thun ist seit dem letzten Hochwasser wesentlich zahmer geworden und für Surfer und Paddler nicht mehr interessant. (sda)
Erstellt: 21.10.2010, 17:07 Uhr
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