Berner Cafés fordern zum Seitensprung auf

Die eigene Kundschaft animieren, zur Konkurrenz zu gehen? Mit dieser Idee wollen zwölf Berner In-Lokale neue Kunden gewinnen und sich untereinander vernetzen.

Die Seitensprung-Stempelkarte liegt ab heute im Café Wartsaal (Bild) und elf anderen Berner Lokalen auf.

Die Seitensprung-Stempelkarte liegt ab heute im Café Wartsaal (Bild) und elf anderen Berner Lokalen auf. Bild: Benjamin Hämmerle

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Gewohnheiten sind schwer zu ändern. Das gilt nicht zuletzt für den Besuch im persönlichen Stammlokal, in dem man bevorzugt den Nachmittagskaffee, das Feierabendbier oder den Vodka Red Bull vor dem Ausgehen trinkt.

Zwölf Berner Bars und Cafés wollen dem nun entgegenwirken, indem sie ihre Gäste dazu animieren, auch einmal die Konkurrenz zu besuchen. Zu diesem Zweck haben sie das Projekt «Seitensprung» lanciert. Ab Montag verteilen sie an ihre Kunden Stempelkarten, mit denen man in allen beteiligten Lokalen Punkte sammeln kann. Hat man von jeder Bar einen Stempel auf seinem Konto, bekommt man während eines Besuchs das erste Getränk gratis und jedes weitere zum halben Preis. Harte Alkoholika sind allerdings von der Aktion ausgenommen. Elfmal ein Bier trinken und beim zwölften Mal den ganzen Abend lang Gin Tonic zum halben Preis geht also nicht.

Die Idee stammt von Tobias Roder vom Café Wartsaal in der Lorraine. Er erhofft sich von dem Projekt mehr Aufmerksamkeit und letztlich auch mehr Gäste für die beteiligten Lokale, wie er sagt. Wichtiger als der finanzielle Aspekt sei ihm jedoch, sich innerhalb der Gastro-Szene besser zu vernetzen: «Es fegt einfach, zusammen so etwas aufzuziehen.»

Die Stempel kann man auch virtuell über die Smartphone-App «Poinz» sammeln. Beteiligt sind neben dem Wartsaal folgende Lokale: Adrianos, Apfelgold, Bonbec, Café Alpin, Einstein, Fariboles, Leichtsinn, Parterre, Vetter Herzog, Volver und die Zar Bar. (bh)

Erstellt: 29.04.2013, 16:12 Uhr

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