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Bedenken wegen «Quietschtram» bleiben
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Stadtratsmitglied Simon Glauser (SVP) hatte verlangt, den als Notmassnahme eingeführten Busbetrieb zwischen Zytglogge und Bern Bahnhof langfristig beizubehalten. Er äusserte Zweifel daran, dass die Lärmbelästigungen weniger werden - trotz neuer Räder.
Glauser verwies gleich selber darauf, dass der Kanton über die Entscheidungsmacht in dieser Frage verfügt. An diesem Umstand störte sich die BDP/CVP-Fraktion, die vom Gemeinderat «mehr Biss» beim Thema Öffentlicher Verkehr forderte.
In ihrer ursrünglichen Form stiess die Vorlage auf Ablehnung. SP/ JUSO und GB/JA bekannten sich zur durchgehenden Tramlinie als Teil der Gesamtstrategie. Die GFL/EVP-Fraktion stellte die Interessen der Menschen im Osten der Stadt Bern über die Lärmproblematik.
GFL-Mitglied Manuel Widmer teilte aber als «Quartierbewohner» die Bedenken des Motionären. Er könne nur hoffen, dass die Lärmprobleme verschwinden. Abgeschwächt zum Postulat war der Vorstoss unbestritten
Ohne Umsteigen bis Bahnhof
2010 war die Linie des «Blauen Bähnli» mit der Tramlinie Bern Bahnhof-Fischermätteli verknüpft worden. Damit konnte ein altes Anliegen der Gemeinden Muri und Worb erfüllt werden: die umsteigefreie Fahrt bis zum Bahnhof Bern.
Die Freude der einen wich aber rasch dem Leid der anderen: Auf den engen Stadtberner Kurven quietschten die «Blauen Bähnli», die Anwohner sahen sich um Ruhe und Schlaf gebracht.
Auf massiven Protest hin wurde eine Umrüstung der Trams in Angriff genommen und der Betrieb nur noch bis Zytglogge geführt. Für die Weiterfahrt Richtung Hauptbahnhof mussten die Passagiere aus dem Osten Berns wieder wie vor der Einführung der durchgehenden Linie umsteigen.
Mit dem neuen Fahrplan sollen die umgerüsteten Trams ab Mitte Dezember wieder zum Einsatz kommen. (bs/sda)
Erstellt: 04.11.2011, 07:39 Uhr
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