Bärenpark: Gemeinderat wies Geschenk zurück

Von Christoph Lenz. Aktualisiert am 28.02.2012

Die Mobiliar wollte Bern einen Bärenlehrpfad am Aareufer spendieren. Doch der Gemeinderat wies das Geschenk zurück.

Beim Bärenpark wird es vorerst keinen Lehrpfad geben – trotz einem grosszügigen Angebot.

Beim Bärenpark wird es vorerst keinen Lehrpfad geben – trotz einem grosszügigen Angebot.
Bild: Valérie Chételat

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Grössere natürlich auch. Nur ausgeschlagene Geschenke sind Gift für gute Beziehungen. Genau diesen Fauxpas muss sich jetzt aber der Berner Gemeinderat vorwerfen lassen. Die Stadtregierung hat erwogen, den Uferweg zwischen Dählhölzli und Bärengraben mit Infotafeln zum Bärenlehrpfad aufzuwerten. Für die Finanzierung stand ein Sponsor bereit: Die Mobiliar wollte der Stadt den Weg schenken, wie die «Berner Zeitung» berichtet, Kostenpunkt: 100'000 Franken. Der Gemeinderat wies das Geschenk jedoch zurück und begrub die Idee.

Beat Ackermann, Leiter Sponsoring und Events der Mobiliar, bestätigt: «Wir waren bereit, einen Grossteil der Mittel zu übernehmen.» Über die Höhe der Kosten sei aber nie verhandelt worden. Ist die Mobiliar beleidigt wegen des abgelehnten Geschenks? Nein, sagt Ackermann. «Aber wir bedauern, dass es keinen Lehrpfad gibt. Eine neuerliche Anfrage des Gemeinderates würden wir sehr ernsthaft prüfen.»

«Sehr grosszügiges Angebot»

Warum der Gemeinderat auf den Lehrpfad verzichtete? «Es war ein sehr grosszügiges Angebot», erklärt Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP). Der Gemeinderat habe sich aber dagegen entschieden, weil der Lehrpfad Unterhaltskosten hätte verursachen können und möglicherweise zum Ziel von Vandalen geworden wäre.

Dass der Bärenlehrpfad doch noch realisiert wird, ist indes nicht ausgeschlossen. Im Herbst wurde der Gemeinderat beauftragt, die Einrichtung eines Spazierwegs zwischen Bärenpark und Dählhölzli zu prüfen. Der Vorstoss stammt von Alexandre Schmidt (FDP). «Es wäre eine einfache, kostengünstige Massnahme, um das touristische Angebot zu vergrössern und mehr Besucher in den Tierpark zu lotsen», sagt Schmidt. (Der Bund)

Erstellt: 28.02.2012, 07:30 Uhr

0

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.
Noch keine Kommentare

Bern

Populär auf Facebook Privatsphäre

Verzeichnis- & Serviceportal

Marktplatz

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen