Bern

Aula Länggasse: Der Dissens hält an

Von Bernhard Ott. Aktualisiert am 27.04.2012 8 Kommentare

Durch eine bessere Standortabklärung hätte die Blockade verhindert werden können, meint die Quartierkommission.

Der Spielplatz im Hof des Türmlischulhauses soll in den Augen vieler Quartierbewohner erhalten bleiben.

Der Spielplatz im Hof des Türmlischulhauses soll in den Augen vieler Quartierbewohner erhalten bleiben.
Bild: Manu Friederich

David Stampfli ist verärgert: «Die Stadtbauten (Stabe) haben total versagt», sagt der Präsident der Quartierkommission Länggasse (QLä).

Grund für die Aufregung ist die Aussage von Stabe-Manager Stefan Dellenbach im «Bund» vom Mittwoch, wonach das Areal des Schulhauses Hochfeld nie als Alternativstandort für den Neubau einer Aula des Grossen Länggass-Schulhauses geprüft worden sei. Der aktuell vorgesehene Standort für den Neubau im Hof des Grossen Länggass-Schulhauses ist umstritten, weil ihm ein beliebter Spielplatz und Treffpunkt weitgehend weichen müsste.

«Mit einer frühzeitigen Evaluation des Standortes Hochfeld hätte die heutige Blockade vermieden werden können», sagt Stampfli. Der QLä sei sowohl der Spielplatz als auch die Aula wichtig. «Wenn man beides will, muss man die Aula im Hochfeld bauen.» Um den Spielplatz zu erhalten, sei die Verzögerung des Bauvorhabens durch neue Standortabklärungen in Kauf zu nehmen, sagt Stampfli.

Eine «Schildbürgerei»

«Hier wird ein Konflikt auf dem Buckel der Schulkinder ausgetragen», hält demgegenüber Cipriano Alvarez, Präsident der Schulkommission Länggasse-Felsenau, fest. Eine Verschiebung des Aulaprojekts könnte dessen Finanzierung gefährden. «Das Risiko ist gross, dass die Aula nicht mehr realisiert werden kann.» Ein Projekt auf dem Areal des Schulhauses Hochfeld könnte den Pausenplatz und die geplante Sanierung des dortigen Spielplatzes gefährden.

Das Ausspielen eines Spielplatzes gegen einen anderen sei aber eine «Schildbürgerei». Alvarez ist überzeugt, dass ein Aulaneubau auf dem Areal Hochfeld wegen der Nähe zum Wohnquartier ebenfalls auf Widerstand stossen würde. Der Stadtrat wird bald über eine Motion befinden, die eine Sistierung der Aulaplanung zwecks Prüfung von alternativen Standorten verlangt. (Der Bund)

Erstellt: 27.04.2012, 15:46 Uhr

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8 Kommentare

Simon Mosimann

28.04.2012, 09:59 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Die Länggasse braucht eine Aula! Sind wir doch froh, wenn die Stadt schon mal für ein Quartier einen grossen finanziellen Beitrag investiert! Es profitieren alle von der Aula: Die Quartierbevölkerung, der Schulkreis, die Vereine, die Kultur und vor allem unsere Kinder! Darum unterstützen sehr viele Leute in der Länggasse das Projekt der Aula! Nicht so, wie es vielfach von Gegnern dargestellt wird! Antworten


Dieter Kaiser

27.04.2012, 16:01 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Bei all den Ungereimtheiten darf man getrost daran zweifeln, ob es überhaupt eine neue Aula braucht. Antworten



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