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A5 in Biel: Verzicht wird zur Option
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Falls eine der zur Diskussion stehenden drei Varianten gewählt werde, bedeute dies die Zerstörung von Teilen des Stadtgebiets, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung der Organisationen (darunter der Verkehrsclub Schweiz, der WWF, der Berner Heimatschutz, die Grünen, die Grünliberalen und die SP) vom Donnerstag. Die mit dem A5-Westast anvisierte Verkehrsentlastung in der Innenstadt werde zudem vor allem zu einer Umverteilung des Verkehrs mit Gewinnern und Verliern führen.
Bisher habe es die mit der Beurteilung der Varianten beauftragte Arbeitsgruppe um den Bieler Stadtpräsidenten Hans Stöckli auch nicht aufzuzeigen geschafft, wie wichtige Zielorte des öffentlichen Verkehrs, etwa der Bahnhof, aufgewertet würden.
Unter diesen Umständen sei es besser, den Velo- und Fussverkehr zu Lasten des Autoverkehrs zu erhöhen, ein Mobilitätsmanagement einzuführen und stark befahrene Strassen «nach dem erprobten Berner Modell» umzugestalten. Gemeint ist damit die Koexistenz aller Verkehrsteilnehmer.
«Kantonsvertreter sind anderer Meinung»
Anders sehen dies die Vertreter des Kantons Bern. Sie äusserten am 19. April an einer Medienkonferenz die Überzeugung, der A5-Westast werde der Region auf jeden Fall einen Gewinn an Lebensqualität einbringen, unabhängig von der gewählten Variante. Das sagte auch die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer.
An der Konferenz wurden die Resultate einer Zweckmässigkeitsbeurteilung vorgestellt. Ihre Verfasser gaben nach der Untersuchung von vier Varianten - darunter auch der Nullvariante - keine eindeutige Empfehlung ab. Bis im Sommer will der Kanton von der Arbeitsgruppe Stöckli hören, welche Variante die Region bevorzugt. (rdb/sda)
Erstellt: 06.05.2010, 16:05 Uhr
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