Bern
Zweierseilschaft stürzt am Mönch in den Tod
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Sie waren gut ausgerüstet und galten als routiniert: Dennoch fanden zwei Italiener am Samstagmittag am Mönch den Tod. Wie die Kantonspolizei Bern gestern mitteilte, handelt es sich bei der verunfallten Zweierseilschaft um einen 48- und einen 54-Jährigen. Sie stürzten auf Walliser Kantonsgebiet 300 Meter tief auf den Gletscher ab.
Die beiden Alpinisten waren von der Jungfraubahn aus über den Südarm des Mönch-Ostgrats zum Gipfel aufgebrochen, wie Kapo-Mediensprecherin Alice Born sagte. Das Unglück ereignete sich im Abstieg, nur wenige Hundert Meter nach dem Gipfel. «Es handelt sich um eine sehr schmale Stelle, die relativ heikel ist», so Born. Rettungskräfte des SAC und der Air Glaciers erreichten die Verunfallten nach der Alarmierung rasch, konnten sie jedoch nur noch tot bergen. Die Umstände des Unfalls sind nicht geklärt. Das Wetter am Mönch war am Samstag jedenfalls sehr gut.
Unterschätzter Viertausender
Es kommt immer wieder zu Abstürzen am Mönch. Allein im Jahr 2011 starben vier Menschen am Berg, drei von ihnen befanden sich ebenfalls im Abstieg.
Der Grindelwalder Bergführer Marco Bomio bewertet die Strecke vom Vorgipfel zum Gipfel als heikel. «Auch erfahrenen Seilschaften kann da ein Fehler passieren», sagte er dem «Bund» gestern auf Anfrage. Ausserdem werde der Mönch leider unterschätzt. Er gelte zwar gemeinhin als «leichtester Viertausender» in der Region. Entsprechend viele nähmen sich die Hochtour zum Gipfel auf 4107 Metern über Meer zum Ziel. Diese Bezeichnung sei aber irreführend. In den Berner Alpen gebe es schlicht keine leichten Routen in dieser Höhe, sagte Bomio. (Der Bund)
Erstellt: 27.05.2012, 22:13 Uhr
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