Thailänderin soll über 50 Frauen in die Schweiz gelockt haben

Eine 43-jährige Thailänderin steht seit Montag wegen des Vorwurfs von Menschenhandel vor Gericht. Sie soll mit ihrem Schweizer Mann 57 Frauen und Transvestiten aus Thailand zur Prostitution in die Schweiz gelockt haben.

Ins Rollen kam der Fall, als sich eine Prostituierte aus dem Berner Bordell am Lagerweg an die Kantonspolizei wandte.

Ins Rollen kam der Fall, als sich eine Prostituierte aus dem Berner Bordell am Lagerweg an die Kantonspolizei wandte. Bild: Adrian Moser

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Rund 1,8 Millionen Franken sollen der Frau zugeflossen sein, indem sie den angeworbenen Frauen je dreissigtausend Franken für die Reise in die Schweiz abknöpfte. Die Frauen hätten gewusst, dass sie die Schulden als Prostituierte abarbeiten müssten, argumentierte die Angeklagte am Montagmorgen vor Gericht.

Bei ihrer Vernehmung sagte die Beschuldigte zudem, sie habe die Frauen nicht gezwungen, auf die Bedingungen einzugehen. Sie räumte aber ein, Unrecht begangen zu haben. Seit letztem Mai ist sie in Hindelbank inhaftiert.

Ins Rollen kam der Fall, als sich eine Prostituierte aus dem Berner Bordell am Lagerweg an die Kantonspolizei wandte. Dessen Betreiber musste sich im vergangenen November vor Gericht verantworten. Das Urteil im Fall der Thailänderin soll am Freitag bekanntgegeben werden. (gbl/sda)

(Erstellt: 18.03.2013, 12:33 Uhr)

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