Bern
Regierungsrat erwartet Dividende von der BKW
Aktualisiert am 27.03.2012 3 Kommentare
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Grossrat Thomas Brönnimann von den Grünliberalen wollte wissen, weshalb die mehrheitlich dem Kanton gehörende BKW in einem Jahr mit einem Reinverlust von rund 150 Millionen Franken dennoch Dividenden ausschütten wolle. Es sei doch nicht im Sinne des Unternehmens, die BKW als «Dividendenkuh zum Budgetausgleich zu melken».
Der Reinverlust im Geschäftsjahr 2011 gehe auf buchhalterische Wertberichtigungen zurück, betonte Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer. Operativ habe die BKW einen Gewinn erwirtschaftet.
Der Kanton als Mehrheitsaktionär sei der Auffassung, dass das Unternehmen im Rahmen seiner wirtschaftlichen Möglichkeiten Dividenden ausschütten solle, führte Egger weiter aus.
Brönnimann wollte von der Bau-, Verkehrs -und Energiedirektorin auch wissen, welche Strategie der Regierungsrat für den Fall verfolge, dass das AKW Mühleberg bereits Ende Juni 2013 den Betrieb einstellen müsste.
Die BKW habe am 20. März ihre neue Strategie bekanntgegeben, sagte Egger-Jenzer. Diese strategische Ausrichtung bestehe unabhängig von der Frage, wie lange das AKW Mühleberg betrieben werde.
Komplexe Auskünfte kosten etwas
Grossrat Thomas Knutti (SVP/Weissenburg) war zu Ohren gekommen, dass das Amt für Gemeinden und Raumordnung den Gemeinden auch kleinste Voranfragen mit einem Amtsbericht und entsprechenden Kosten beantworten soll. Ein Zweizeiler per Mail wäre doch ausreichend, befand Knutti und verlangte Auskunft.
Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektor Christoph Neuhaus betonte, ihm seien keine solchen Fälle bekannt. Die Gebühren, die das Amt verrechne, stützten sich auf die entsprechende Gebührenordnung. Einfache Anfragen per Telefon oder Mail seien nicht gebührenpflichtig.
Die Beantwortung von komplexeren Fachfragen seien hingegen gebührenpflichtig. Die Erarbeitung eines solchen Berichts könne rasch eine Stunde oder länger dauern. Daher seien Gebühren von 100 bis 150 Franken ohne weiteres möglich. (dam/sda)
Erstellt: 27.03.2012, 10:44 Uhr
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3 Kommentare
He ja, die liebe Frau Egger hat es schon immer trefflich verstanden, ihr eigenes Licht glänzen zu lassen! Ihre Verbrüderung mit den AKW-Gegnern war nie ein Hindernis, bei der BKW Geld zur Realisierung von allerlei linken Anliegen einzufordern. Als Hauptaktionär der BKW hat der Kanton immer gerne diese indirekten Steuern verbucht und sich so als eigentlicher Strombaron gebärdet! Antworten
Sollte die BKW nicht Gelder zurücklegen um den Rückbau von Mühleberg finanzieren zu können?
Einige werden sich noch die Augen reiben, wenn die Gelder aus dem AKW nicht mehr fliessen. Denn das AKW war nicht nur ein Stromproduzent sondern auch ein Goldesel, auch für manche Gemeinden und ihre Bürger.
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