Bern
KMU Bern pfeift Hess zurück
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Der Verband der kleinen und mittleren Unternehmen im Kanton Bern will die Initiative «Faire Steuern – Für Familien» aus dem Mitte-links-Lager «mit aller Kraft bekämpfen». Das betonte Toni Lenz als Präsident der Berner KMU am Mittwoch vor den Delegierten in Bern. Ein Ja am 23. September hätte «schädliche Folgen», mahnte er: Die minimen Steuersenkungen des letzten Jahres würden wieder rückgängig gemacht, und die Abschaffung der Pauschalbesteuerung könnte zum Wegzug ausländischer Steuerzahler führen. Das würde laut Lenz vor allem jene Gemeinden treffen, die bereits die Folgen der Zweitwohnungsinitiative ausbaden müssten. Zähneknirschend sagt der Verband Ja zum Gegenvorschlag. Zwar sei es erfreulich, dass der Grosse Rat die Pauschalbesteuerung retten wolle. Mit der Verdoppelung der Bemessungsgrundlage würde aber die Zahl der infrage kommenden Pauschalbesteuerten stark reduziert. Diese Kröte ist der KMU-Verband bereit zu schlucken, wie Lenz deutlich machte. Unter dem Strich sei der Gegenentwurf immer noch geeignet, um die Initiative als grösseres Übel zu verhindern.
Hess: «Ohne Erfolgsaussichten»
Im Kampf ums Präsidium des Schweizerischen Gewerbeverbandes (SGV) hat sich der Berner BDP-Nationalrat Lorenz Hess noch Hoffnungen gemacht. Obschon er vom SGV-Vorstand nicht vorgeschlagen wurde, hielt er an einer Kandidatur fest – «in Absprache mit Berner KMU», wie er gesagt hatte. Gestern nun hat der Leitende Verbandsausschuss entschieden, die Kandidatur nicht aufrechtzuerhalten, wie auf Anfrage zu erfahren war. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre sie «eine Zwängerei ohne Erfolgsaussichten». (sda/db)
Erstellt: 26.04.2012, 07:58 Uhr
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